Großes Aufgebot in Fließ: Feldmesse, Defilierung und Ehrungen
Bei Kaiserwetter fand am 5. Juli das Bezirksschützenfest in Fließ statt. Die Veranstaltung begann mit einer eindrucksvollen Feldmesse, die von Pfarrer Andreas Tausch zelebriert wurde. Hunderte Schützen, die Musikkapellen von Fließ und Piller sowie zahlreiche Ehrengäste nahmen teil und formierten sich anschließend zu einem Marsch durch das Dorf.
Bedeutung für die lokale Gemeinschaft
Das Fest zeigte einmal mehr die Rolle des Schützenwesens als Träger lokaler Traditionen und als Forum für gemeinschaftliche Identität. In ihren Grußworten hoben die Ehrengäste – darunter Bürgermeister Alexander Jäger, NR Margreth Falkner und Viertelkommandant Hubert Juen – die gesellschaftliche Bedeutung der Schützen hervor. Sie betonten, dass Werte wie Zusammenhalt und Heimatliebe aktuelle Relevanz besitzen und Gemeinschaft stiften.
„Treue, Zusammenhalt, Glaube, Freiheitsliebe, Offenheit und Heimatliebe sind Werte, die die gespaltene Gesellschaft zusammenführen können.“
Aufmarsch, Musik und Organisation
Der Marsch unter dem Kommando von Major Martin Schönherr führte von der Philomena-Kapelle durch das Dorf und endete mit einer Defilierung vor dem Gemeindeamt. Musikalisch begleitet wurde der Zug von den Musikkapellen aus Fließ und Piller sowie dem Bezirks-Trommlerzug. Am Festplatz spielte zusätzlich die Partnerkapelle aus Bempflingen.
- Ort: Fließ
- Datum: 5. Juli
- Veranstalter: Schützenkompanie Fließ (Obmann Walter Gruber, Hauptmann Thomas Wille)
- Musikalische Begleitung: Musikkapellen Fließ, Piller und Bempflingen sowie Bezirks-Trommlerzug
Ehrungen und Auszeichnungen
Im Rahmen des Festes wurden mehrere Mitglieder ausgezeichnet. Besonders hervorzuheben ist die Ehrung für langjährige Vereinstreue.
| Name | Auszeichnung / Anlass |
|---|---|
| Erwin Erhart | 70 Jahre Mitgliedschaft bei der Schützenkompanie Fließ |
| Carmen Jäger | Katharina-Lanz-Medaille |
| Harald Jäger | Andreas-Hofer-Medaille |
Organisation und Engagement vor Ort
Das Fest wurde von der Schützenkompanie Fließ unter Obmann Walter Gruber und Hauptmann Thomas Wille organisiert. Für Bewirtung sorgten lokale Vereine: die Küche und Bar wurden vom Tennisclub und dem Fußballverein betrieben. Das Programm wurde von vielen Helferinnen und Helfern unterstützt, was auf großes ehrenamtliches Engagement in der Gemeinde hinweist.
Für die Bevölkerung bedeutet ein solches Fest mehr als nur geselliges Beisammensein: Es erhält Brauchtum, stärkt Vereinsstrukturen und bietet Möglichkeiten zur Anerkennung langjähriger Verdienste. Gerade in kleinen Gemeinden sind derartige Zusammenkünfte wichtige Ankerpunkte des sozialen Lebens.