Eine 74-jährige Frau aus Lienz wurde am Samstagmorgen nach vier Tagen in unwegsamem Gelände im Wilferner Tal aufgefunden und ins Bezirkskrankenhaus Lienz geflogen. Die Bergrettung Lienz entdeckte die Frau gegen 08:30 Uhr neben dem Wilferner Talweg. Sie war stark unterkühlt, jedoch ansprechbar. Nach einer Erstversorgung vor Ort brachte der Notarzthubschrauber Christoph 7 die Frau ins Krankenhaus.
Wie es zu dem Einsatz kam
Laut Polizeibericht verließ die Frau am Dienstag, dem 14. Juli 2026, ihre Wohnung in der Stadt Lienz; gegen 08:40 Uhr stieg sie in einen Bus und fuhr bis zum Parkplatz Pedretscher Kaser, um dort wandern zu gehen. Ihre Tochter erstattete am Freitagabend eine Vermisstenanzeige. Ermittlungen ergaben, dass sich die Seniorin wahrscheinlich bereits im Wilferner Tal verirrt hatte und dort mehrere Tage ausgeharrt hatte.
Einsatzkräfte und Ablauf
Die Suchaktion war mehrtägig und umfangreich. Beteiligt waren unter anderem die Bergrettung sowie die Freiwillige Feuerwehr; zusätzlich kam der Polizeihubschrauber zum Einsatz und ein Beamter mit Suchhund unterstützte die Suche. Nach Angaben der Einsatzkräfte standen folgende Kräfte im Einsatz:
- 43 Kräfte der Bergrettung Lienz
- 5 Angehörige der Feuerwehr Assling
- Polizeihubschrauber
- ein Polizist mit Suchhund
| Datum / Uhrzeit | Ereignis |
|---|---|
| 14.07.2026, 08:40 | Letzte gesicherte Sichtung — Fahrt bis Pedretscher Kaser |
| 17.07.2026, 18:45 | Vermisstenanzeige durch die Tochter |
| 18.07.2026, 08:30 | Aufgriff durch Bergrettung im Wilferner Tal |
"Aufgrund ihrer Erkrankung dürfte sich die Dame im Wilferner Tal verirrt und bis zum 18.07.2026 dort ausgeharrt haben."
Bedeutung für Betroffene und Vorsichtsmaßnahmen
Für Angehörige von Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen ist der Fall Mahnung und Sorge zugleich: Selbst kürzere, routinemäßig wirkende Ausflüge können sich schnell zu lebensgefährlichen Situationen entwickeln, wenn Orientierungssinn oder körperliche Belastbarkeit eingeschränkt sind. Die Rettungseinsätze zeigten erneut, wie personal- und zeitintensiv Suchaktionen in unwegsamem Gelände sein können. Sie belasten lokale Einsatzstrukturen und bergen Risiken für Suchende und Helfer.
Praktische Hinweise für Wanderinnen und Wanderer sowie deren Familien:
- Bei Vorerkrankungen eine begleitende Person mitnehmen oder geplante Touren melden.
- Handy aufgeladen mitführen; Standortfreigabe an vertraute Personen aktivieren.
- Witterungsgerechte Kleidung und Reserveausrüstung (Wärmefolie, Erste Hilfe) bereithalten.
- Bei Nichteintreffen an Zielzeit frühzeitig die Polizei informieren.
Die betroffene Frau wird derzeit im Bezirksklinikum in Lienz behandelt; zu ihrem Gesundheitszustand nach der Einlieferung liegen keine weiteren Details vor. Die Landespolizeidirektion übermittelte den Einsatzbericht an die Medien, die Angaben stammen aus dieser Pressemitteilung.
Der Fall verdeutlicht die Bedeutung rascher Meldungen und koordinierter Einsätze in der Region Lienz: Nur durch das Zusammenspiel von Bergrettung, Feuerwehr, Polizeihubschrauber und Mantrailer konnte die Frau nach mehreren Tagen gefunden und medizinisch versorgt werden.