Im Rahmen eines bundesweit einheitlichen Lehrgangs wurden kürzlich 22 neue Rangerinnen und Ranger zertifiziert, die künftig in den österreichischen Nationalparks und konkret im Umfeld des Nationalparks Donau‑Auen Umweltbildungsangebote durchführen sollen. Die Zertifikate wurden in Wien durch Valerie Zacherl‑Draxler (Abteilungsleiterin Nationalparks, Natur- und Artenschutz im BMLUK) und Nationalparkdirektorin Edith Klauser überreicht.
Bundesweit einheitliche Ausbildung sichert Qualität
Seit 2010 existiert eine bundesweit einheitliche Ausbildung für Nationalpark‑Rangerinnen und -Ranger. Der Zertifikatslehrgang wurde von den sechs österreichischen Nationalparks gemeinsam unter dem Dachverband Nationalparks Austria entwickelt und ist vom Bundesministerium für Land‑ und Forstwirtschaft, Klima‑ und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) anerkannt. Ziel ist es, das Niveau der Naturpädagogik und die Qualität der Umweltbildungsangebote landesweit vergleichbar zu halten.
Ausbildungsinhalte und Einsatzbereiche
Die Teilnehmenden durchliefen laut Nationalparkleitung einen Lehrgang mit fachlichen Schwerpunkten in:
- Flora und Fauna
- Ökologie und Umweltgeschichte
- Geologie
- Naturpädagogik
Der Lehrgang umfasste 42 Ausbildungstage, zahlreiche intensive Wochenenden und Prüfungen. Nach erfolgreichem Abschluss stehen den Nationalparks nun zusätzliche Fachkräfte für Programme wie
- Schulklassen‑Angebote
- Projektwochen
- Bootstouren
- geführte Wanderungen auf ausgewählten Routen
„In den einzigartigen Landschaften der österreichischen Nationalparks zu arbeiten und Gästen aller Altersgruppen die vielfältigen Formen des Naturerlebnisses zu vermitteln, zu sensibilisieren und zu begeistern, ist die Kernaufgabe der Nationalpark‑Rangerinnen und ‑Ranger. Es ist großartig, dass es Menschen gibt, die sich für diesen Beruf entscheiden und ihn mit großem Engagement ausführen“, sagte Valerie Zacherl‑Draxler.
Konkrete Bedeutung für den Bezirk Bruck an der Leitha
Für Bewohnerinnen und Bewohner des Bezirks Bruck an der Leitha bedeutet die Aufstockung des Ranger‑Teams vor allem eines: mehr qualifizierte Angebote zur Naturbegegnung und Umweltbildung in unmittelbarer Nähe. Lehrpersonen können künftig verstärkt auf zertifizierte Programme zurückgreifen, die ökologische Zusammenhänge altersgerecht vermitteln. Für Besucherinnen und Besucher steigen die Chancen auf fachlich begleitete Exkursionen, die Schutzgebietsregeln erklären und damit zur Erhaltung empfindlicher Lebensräume beitragen.
| Fakt | Angabe |
|---|---|
| Teilnehmende | 22 |
| Ausbildungsdauer | 42 Ausbildungstage |
| Angebote | Schulprogramme, Projektwochen, Bootstouren, Wanderungen |
Die Zertifizierung ist Teil einer längerfristigen Strategie, die Qualität der Naturvermittlung in österreichischen Schutzgebieten zu sichern. Für Gemeinden und Tourismusorganisationen im Raum Donau‑Auen bedeutet dies eine verlässliche Partnerstruktur für Bildung und nachhaltige Besucherlenkung.
Kontakt und Praxisinfo: Schulen und Vereine, die Interesse an Angeboten haben, sollten sich an die Nationalparkverwaltung Donau‑Auen oder an lokale Gemeindeämter wenden, um aktuelle Programme und Termine zu erfragen.