Große Umrüstung als Teil der Klima- und Energiestrategie
Die Stadt Dornbirn hat die Umrüstung ihrer öffentlichen Beleuchtung abgeschlossen. Insgesamt wurden rund 4.500 Lichtpunkte auf moderne LED-Leuchten umgestellt. Das Projekt ist mit einem Volumen von etwa 4 Millionen Euro veranschlagt und wurde zu 50 Prozent gefördert. Die Maßnahme ist ausdrücklich Bestandteil der Dornbirner Klima- und Energiestrategie.
Energie- und Kosteneffekte
Durch die LED-Umstellung reduziert sich der jährliche Strombedarf der Straßenbeleuchtung laut Mitteilung von zuvor etwa 1,5 Millionen Kilowattstunden auf rund 470.000 Kilowattstunden. Das entspricht einer Einsparung von mehr als 1 Million Kilowattstunden pro Jahr und einer Reduktion des Strombedarfs um rund 70 Prozent. Bei einem angenommenen Strompreis von 0,20 Euro pro Kilowattstunde ergibt sich daraus eine jährliche Kostenreduktion von rund 210.000 Euro.
Technik, Lichtqualität und Umwelteinfluss
Vor der Umstellung waren in Dornbirn überwiegend Quecksilberdampf-, Natriumhochdruck- und Leuchtstofflampen im Einsatz, die sowohl energetisch als auch wartungstechnisch nachteilig waren. Zum Einsatz kamen unter anderem rund 1.550 Leuchten des Typs ISARO PRO von Thorn Lighting (Zumtobel Group) sowie Luma-Leuchten von Philips. Die gewählte Lichtfarbe ist warmweiß mit 3.000 Kelvin, um einen hohen Blauanteil zu vermeiden und die Belastung für Mensch und Umwelt zu verringern.
- Wesentliche Ziele: geringerer Energieverbrauch, gezieltere Beleuchtung, weniger Lichtverschmutzung.
- Zusätzlicher Effekt: verringerter Wartungsaufwand durch längere Lebensdauer der LED-Leuchten.
- Funktionen: automatische Dimmung in verkehrsarmen Nachtstunden, anpassbare Lichtlenkung nach Straßenprofilen.
Konkrete Folgen für Anrainer und kommunale Infrastruktur
Für Bewohnerinnen und Bewohner bedeutet die Umstellung vor allem gezieltere Ausleuchtung von Straßen, Geh- und Radwegen sowie weniger Streulicht in Gärten und Wohnräumen. Die reduzierte Lichtemission schont zudem die nächtlichen Lebensräume von Tieren und Pflanzen; insbesondere Insekten reagieren empfindlich auf die spektrale Zusammensetzung künstlichen Lichts. Für die Gemeinde erwarten sich Verantwortliche durch die Einsparungen mehr finanziellen Spielraum bei Betriebskosten und weniger Aufwand für regelmäßigen Lampenaustausch.
Übersicht: Vorher — Nachher
| Parameter | Vor Umstellung | Nach Umstellung |
|---|---|---|
| Jährlicher Stromverbrauch | 1,500,000 kWh | 470,000 kWh |
| Ersparnis | >1,000,000 kWh pro Jahr (~70%) | |
| Kostenersparnis (angenommen) | ~210,000 Euro pro Jahr | |
| Investitionsvolumen | ~4,000,000 Euro (zu 50% gefördert) | |
Die Umstellung ist ein sichtbares Beispiel für kommunale Maßnahmen zur Energieeinsparung. Sie zeigt, wie technische Modernisierung, geförderte Investitionen und Planungen zur Lebensqualität vor Ort zusammenwirken. Für Haushalte und Verkehrsteilnehmende in Dornbirn bedeutet die Maßnahme weniger Streulicht, bessere Beleuchtung dort, wo sie gebraucht wird, und einen Beitrag zum kommunalen Klimaziel.