Die Stadt Villach hat die 120 Jahre alte Winterlinde im Khevenhüllerpark offiziell zum Naturdenkmal erklärt. Der stattliche Baum erreicht eine Höhe von 29 Metern und ist Teil der städtischen Strategie, sowohl bestehende große Bäume zu erhalten als auch neue Bepflanzungen voranzutreiben.
Warum der Schutz bedeutsam ist
Großgewachsene Bäume übernehmen in städtischen Räumen eine besondere Funktion: Sie bieten Schatten, verbessern das Mikroklima und speichern CO2 in deutlich größerem Umfang als junge Pflanzen. Die Ernennung der Linde ergänzt das kommunale Augenmerk auf den Altbaumbestand, der laut Stadtverwaltung mit speziellen Maßnahmen erhalten wird.
„Unsere Baumdoktor:innen haben der Winterlinde eine gute Gesundheit bescheinigt. Bereits 2016 wurde eine Kronensicherung eingebaut, um die Bruchsicherheit langfristig zu gewährleisten. Der Baum kann hoffentlich noch vielen Generationen wertvollen Schatten spenden“,
so Vizebürgermeisterin und Nachhaltigkeitsreferentin Sarah Katholnig in der Mitteilung der Stadt. Die Aussage unterstreicht, dass der Schutz nicht nur symbolisch ist, sondern von laufender fachlicher Betreuung begleitet wird.
Konkrete Zahlen und Maßnahmen
Die Stadt verweist auf ihr beständiges Baumpflanz- und Erhaltungsprogramm. Seit 2021 wurden auf öffentlichem Grund rund 1300 Bäume nachgepflanzt. Parallel dazu läuft ein Altbaumerhaltungsprogramm, in dessen Rahmen besonders schützenswerte Exemplare als Naturdenkmäler ausgewiesen werden.
- Alter der Winterlinde: 120 Jahre
- Höhe: 29 Meter
- Bäume seit 2021 gepflanzt: ca. 1300
- Insgesamt Naturdenkmäler in Villach: 31
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Alter der Winterlinde | 120 Jahre |
| Höhe | 29 m |
| Bäume gepflanzt (seit 2021) | ca. 1300 |
| Naturdenkmäler in Villach | 31 |
Auswirkungen für Bewohnerinnen und Besucher
Für Anrainerinnen und Parknutzer bedeutet der Schutzstatus, dass Eingriffe am Baum nur in Abstimmung mit der Stadt und nach fachlicher Prüfung möglich sind. Regelmäßige Kontrollen zur Verkehrssicherheit sollen sicherstellen, dass Äste und Kronenteile keine Gefahr darstellen. Für Spaziergängerinnen, Familien und ältere Menschen bleibt der Baum als Schattenspender und Erholungsort erhalten.
Die Stadtverwaltung betont außerdem, dass das Fällen städtischer Bäume nur als letzter Ausweg in Frage kommt, wenn keine Verkehrssicherheit mehr gegeben ist. Villachs ältester Baum, eine 320 Jahre alte Sommerlinde beim Dinzlschloss, dient als Beispiel dafür, wie langfristige Pflege gelingen kann.
Die Ausweisung der Winterlinde als Naturdenkmal reiht sich in die laufenden städtischen Anstrengungen zur Begrünung und Klimaanpassung ein und ist zugleich eine Intervention zugunsten des kulturellen und ökologischen Erbes im Stadtraum.