Gesellschaft Schärding Bezirk Schärding

Zwei Schärdinger schließen Pilotlehrgang für Jagdfunktionäre ab

Am 25. Juni erhielten zwei Jäger aus dem Bezirk Schärding Zertifikate eines österreichweit neuen Pilotlehrgangs für künftige Verantwortungsträger im OÖ-Landesjagdverband. Der Kurs legt Schwerpunkte auf Praxis, Kommunikation und projektorientiertes Arbeiten.

Zwei Schärdinger schließen Pilotlehrgang für Jagdfunktionäre ab
©Illustration KI Lisa Reiter / steirerblatt.at

Innovative Ausbildung für künftige Jagdverantwortliche

Mit der Zertifikatsverleihung am 25. Juni im Jagdschloss Hohenbrunn haben zwei Jäger aus dem Bezirk Schärding einen bemerkenswerten Ausbildungsschritt vollzogen. Sebastian Moser-Hofer und Patrick Karigl zählen zu den insgesamt 27 Teilnehmerinnen und Teilnehmern des neuen Pilotlehrgangs, der vom OÖ-Landesjagdverband initiiert wurde.

Was der Lehrgang vermittelt

Der Kurs richtet sich an angehende Funktionsträger und kombiniert fachliche Inhalte mit praktischer Projektarbeit. Vermittelt wurden unter anderem Kenntnisse in:

  • Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit,
  • Jagdrecht und Jagdbetrieb,
  • Teamleitung und Führungskompetenzen.

Ein besonderer Fokus lag auf praxisorientiertem Lernen: Jede und jeder Teilnehmende erarbeitete und setzte ein eigenes Projekt um.

Projekte mit lokalem Bezug

Die beiden Schärdinger Absolventen wählten Projekte mit direktem Nutzen für die Region. Moser-Hofer beschäftigte sich im Projekt „Focus Bodenbrüter – Das Rebhuhn im Sauwald“ mit Schutzmaßnahmen für eine lokal stark gefährdete Vogelart. Karigl setzte einen „Jagdlichen Lehrpfad“ um, der Laien die Aufgaben und Leistungen der Jagd anschaulich vermitteln soll. Beide Initiativen können vor Ort zu mehr Bewusstsein für Arten- und Biotopschutz beitragen und dienen als praktische Beispiele für gelungene Öffentlichkeitsarbeit.

Reaktionen und Bedeutung für den Bezirk

Bezirksjägermeister Alois Selker zeigte sich erfreut über die Abschlussleistung. In der Berichterstattung wurde seine Einschätzung zitiert:

„Nur mit dem richtigen Wissen und der notwendigen Kompetenz wird sich die Jagd in die richtige Richtung entwickeln. Ich freue mich, dass sich immer mehr Jäger freiwillig weiterbilden und Verantwortung für die Zukunft unserer Jagd übernehmen.“

Solche Ausbildungen können die Professionalität in der lokalen Jagdverwaltung steigern und zugleich helfen, jagdliche Praxis und Naturschutz für die Bevölkerung verständlicher darzustellen. Die Projekte der Schärdinger Teilnehmer könnten zudem als Vorbild für weitere Schutz- und Bildungsmaßnahmen im Bezirk dienen.

Was das für Einwohnerinnen und Einwohner bedeutet

Für Bürgerinnen und Bürger im Bezirk Schärding bedeutet das: Es gibt künftig Ansprechpartner mit spezieller Ausbildung in den Bereichen Artenschutz und Öffentlichkeitsarbeit. Maßnahmen wie der Lehrpfad bieten eine niedrigschwellige Möglichkeit, sich vor Ort zu informieren. Schutzprojekte für Bodenbrüter können langfristig positive Effekte auf lokale Lebensräume und die Artenvielfalt haben.

DatumOrtTeilnehmerLokale Absolventen
25. JuniJagdschloss Hohenbrunn27S. Moser-Hofer, P. Karigl
Lisa Reiter
Lisa KI Korrespondentin im Bezirk Schärding online

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