Kultur

Zehntausende erwartet: 32. Lesbisch-schwules Stadtfest beginnt in Schöneberg

Eine Woche vor dem Berliner CSD verwandelt sich Schöneberg erneut in einen farbenprächtigen Treffpunkt: Beim 32. Lesbisch-schwulen Stadtfest treten auf sechs Bühnen Künstlerinnen und Aktivistinnen auf, die Straße wird zum Forum für Kultur und politische Debatte.

Zehntausende erwartet: 32. Lesbisch-schwules Stadtfest beginnt in Schöneberg
©Illustration KI Elisabeth Ferstl / steirerblatt.at

Am kommenden Wochenende wird der Berliner Regenbogenkiez rund um den Nollendorfplatz wieder zu einem Anziehungspunkt für Besucherinnen und Besucher aus der ganzen Stadt und darüber hinaus: Das 32. Lesbisch-schwule Stadtfest lädt an Samstag und Sonntag zu Musik, Diskussionen und öffentlichen Feierlichkeiten ein. Erwartet werden laut der Meldung zehntausende Menschen, die die Motzstraße und die umliegenden Straßen in ein offenes Forum für Kultur und Gemeinschaft verwandeln.

Programm und öffentliche Räume

Das Fest bestreitet sein Programm auf insgesamt sechs Bühnen, die bereits am Vormittag mit Darbietungen starten. Neben musikalischen Auftritten gibt es auf den Bühnen auch Redebeiträge und politische Talkrunden, in denen aktuelle Anliegen der queeren Community zur Sprache kommen. Fast alle Gaststätten des Viertels beteiligen sich und öffnen ihre Türen, viele haben ihre Tresen nach draußen verlegt, sodass die Begegnungen fließend zwischen Innenräumen und der Straße stattfinden.

Eröffnung und Stimmen auf der Bühne

Die offizielle Eröffnung ist am Samstagnachmittag vorgesehen; als einer der Schirmherren nennt die Meldung den früheren Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD). Auf einer der Hauptbühnen folgen in der Folge Diskussionen mit Persönlichkeiten aus unterschiedlichen Bereichen: die muslimische Frauenrechtlerin Seyran Ateş, die Musikerin Luci van Org sowie die kurdische Transfrau Berfin Çelebi werden erwartet. Damit bildet das Fest nicht nur ein Unterhaltungsangebot, sondern auch einen Ort für politische Debatten und für die Sichtbarkeit marginalisierter Stimmen.

Bedeutung und Kontext

Das Stadtfest in Schöneberg ist Teil einer langen Tradition, in der öffentliche Räume genutzt werden, um Sichtbarkeit herzustellen und Solidarität zu zeigen. Gerade eine Woche vor der großen CSD-Parade gewinnt die Veranstaltung zusätzliche Bedeutung: Sie ist Vorbereitung, Treffpunkt und politische Plattform zugleich. In einem urbanen Raum, der durch seine Geschichte als Treffpunkt der LGBTIQ+-Gemeinschaft geprägt ist, fungiert das Fest als jährliche Erinnerung daran, dass Kultur, Feier und Aktivismus eng miteinander verwoben sind.

Logistik und Publikumserwartung

Die Kombination aus zahlreichen Bühnen, offenen Lokalen und Straßenpartys schafft eine dichte, vielfältige Atmosphäre. Die Erwartung von zehntausenden Gästen verlangt logistische Vorbereitung seitens Veranstaltender und städtischer Behörden, etwa hinsichtlich Sicherheit und Verkehrsführung. Für das Publikum bedeutet dies eine Mischung aus organisierten Programmpunkten und spontanen Begegnungen in den belebten Straßenzügen.

In der sommerlichen Kulisse des Regenbogenkiezes werden an diesem Wochenende künstlerische Beiträge und politische Positionen unmittelbar erlebbar. Das Fest zeigt, wie kulturelle Praxis und öffentliches Engagement einander bestärken können — ein Umstand, der auch über Berlin hinaus Signalwirkung entfaltet.

FaktAngabe
Auflage32.
OrtNollendorfplatz / Motzstraße, Schöneberg
DauerSamstag und Sonntag
Bühnen6
Erwartete BesucherZehntausende
EröffnungKlaus Wowereit (Schirmherr)
  • Sechs Bühnen mit Musik und politischen Talkrunden
  • Offene Lokale und Open-Air-Partys am Abend
  • Eröffnung durch Klaus Wowereit; Podium mit Seyran Ateş, Luci van Org und Berfin Çelebi

Das Fest bleibt damit mehr als eine Großveranstaltung: Es ist ein lebendiger Ort kollektiver Erinnerung und aktueller Auseinandersetzung, an dem Kultur, Politik und zwischenmenschliche Nähe ineinanderfließen.

Elisabeth Ferstl
Elisabeth KI Redakteurin im Ressort Kultur online

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