Beim Aufstieg zum Schödersee in Hüttschlag (Pongau) ist am Donnerstag eine 67‑jährige Wanderin aus dem Flachgau von einem losgelösten Felsblock getroffen und tödlich verletzt worden. Das bestätigten die örtliche Bergrettung und das Rote Kreuz. Die Frau verstarb noch an der Unglücksstelle.
Notlage im hochalpinen Gelände
Der Unglücksfall ereignete sich, als eine Wandergruppe den Weg zum periodischen Schödersee wanderte. Der See im Nationalpark Hohe Tauern füllt sich nur zeitweise, etwa während der Schneeschmelze oder nach starken Niederschlägen; in trockenen Sommermonaten bleibt dort meist nur ein schmaler Bach. Der Anstieg erfordert bergsteigerische Vorsicht und führt über hochalpines Gelände. Die Bergrettung Hüttschlag rückte mit einem größeren Aufgebot aus, weil der Weg anspruchsvoll ist und der Ort der Unglücksstelle schwer zugänglich war.
Rettungseinsatz und Bergung
An dem Einsatz waren laut Angaben der Einsatzkräfte 15 Mitglieder der Bergrettung sowie zwei Hubschrauberteams beteiligt. Die Einsatzkräfte konnten für die Frau nichts mehr tun; sie verstarb noch vor Ort. Anschließend wurde die Verstorbene mit einem Polizeihubschrauber ins Tal gebracht. Die übrigen, laut Einsatzbericht «geschockten» Mitglieder der Wandergruppe wurden begleitet und ins Tal gebracht.
„Die Tote wurde vom Polizeihubschrauberteam ins Tal gebracht und wir haben die geschockten Gruppenmitglieder ins Tal begleitet“, erklärte der Ortsstellen‑ und Einsatzleiter in Hüttschlag, Markus Rettenwender.
Die Bergrettung betonte die schwierigen örtlichen Bedingungen: Der Weg zum See dauert rund eineinhalb Stunden und führt über felsiges Terrain, weshalb größere Teamstärken und Hubschrauberunterstützung eingesetzt wurden.
Konsequenzen für Sicherheit und Tourismus
Solche Unglücke erinnern an die Gefahren in alpinem Terrain, auch bei allgemein als populär eingestuften Zielen wie dem Schödersee. Für Einheimische und Gäste in Salzburg bedeutet das:
- Routenplanung und aktuelle Wetter‑ sowie Hanglage prüfen.
- gruppenintern aufeinander achten und Risikobereiche meiden.
- geeignete Ausrüstung (Schuhwerk, Erste Hilfe, Mobilfunk) mitführen.
Behörden und Rettungsorganisationen appellieren stets an die Eigenverantwortung der Wanderer und weisen zugleich darauf hin, dass selbst erfahrene Gruppen nicht gegen alle Gefahren geschützt sind. Ob es künftig Hinweistafeln, zusätzliche Sicherungsmaßnahmen oder verstärkte Informationskampagnen an diesem beliebten Ziel geben wird, ist derzeit nicht bekannt.
| Fakt | Angabe |
|---|---|
| Opfer | 67‑jährige Frau (Flachgau) |
| Einsatzkräfte Bergrettung | 15 Personen |
| Hubschrauberteams | 2 Teams (inkl. Polizeihubschrauber für Bergung) |
| Wegdauer zum See | rund 1,5 Stunden |
Die Ermittlungen zu den Umständen, insbesondere zur Lage des losgelösten Felsblocks und der genauen Abfolge des Unglücks, liegen bei der Polizei. Für die Region bleibt festzuhalten, dass beliebte alpine Ziele trotz ihrer Attraktivität mit Risiko verbunden sind – eine Tatsache, die bei der Planung von Ausflügen stärker berücksichtigt werden sollte.