In der Gemeinde Lang sind die Bauarbeiten an der Volksschule pünktlich zum Ferienbeginn gestartet. Der geplante Zu- und Umbau soll noch in diesem Schuljahr, voraussichtlich mit den Semesterferien, abgeschlossen werden. Für das Projekt werden rund 3,2 Millionen Euro investiert.
Grund für das Projekt und Raumkonzept
Der Erweiterungsbedarf ergibt sich aus einem gestiegenen Bedarf an ganztägiger Betreuung: Fast 50 Prozent der Schülerinnen und Schüler besuchen mittlerweile die Ganztagesschule. Um dem Rechnung zu tragen, wird ein zusätzlicher Trakt in Holzbauweise angebaut. Die Gemeinde betont, dass dieser neue Bereich bewusst wohnlich gestaltet werden soll, sodass er „nicht nach Schule, sondern nach Wohnzimmer aussieht“ und die Kinder sich in den Nachmittagsstunden wohlfühlen.
Barrierefreiheit, Klima und Infrastruktur
Im Zuge des Zubaus werden wichtige Modernisierungen vorgenommen, die über reine Raumvergrößerung hinausgehen. Geplant sind unter anderem:
- Einbau eines Lifts zur Erfüllung der Barrierefreiheitskriterien
- Verbesserung der Raumakustik
- Sanierung und Modernisierung der Küche
- Installation einer Klimaanlage für kühle Innenräume an heißen Tagen
Diese Maßnahmen zielen auf eine nachhaltige Verbesserung des Schulalltags für Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte sowie auf eine längere Nutzungsdauer der Infrastruktur.
„Aktuell sieht es so aus, als würden wir sowohl mit den Kosten als auch mit der Dauer der Arbeiten im Plan bleiben“,
informierte Bürgermeister Joachim Schnabel. Als Gemeindeoberhaupt und Nationalratsabgeordneter hob er außerdem hervor, dass bei der Vergabe Wert auf regionale Firmen gelegt wurde, damit die öffentliche Wertschöpfung in der Region bleibe.
Regionale Vergabe und wirtschaftliche Bedeutung
Die Beauftragung regionaler Unternehmen hat zwei unmittelbare Folgen: Zum einen verbleiben Teile der Investitionssumme in der lokalen Wirtschaft, zum anderen werden regionale Arbeitsplätze gestützt. Für Familien und Mitarbeiterinnen sowie Mitarbeiter in der Bau- und Handwerksbranche im Bezirk ist das Projekt daher nicht nur ein Bildungs-, sondern auch ein Wirtschaftsthema.
| Massnahme | Ziel |
|---|---|
| Neuer Holztrakt | Mehr Platz für Ganztagsbetreuung, wohnliche Atmosphäre |
| Lift | Barrierefreiheit |
| Akustikverbesserung | Besseres Lern- und Arbeitsumfeld |
| Küchensanierung | Aktuelle Hygiene- und Versorgungsstandards |
| Klimaanlage | Temperaturstabilität im Sommer |
Praktische Auswirkungen für Eltern und Schulbetrieb
Für Eltern bedeutet die Erweiterung konkretere Betreuungszeiten und verbesserte Räumlichkeiten für Nachmittagsangebote. Lehrkräfte können auf modernere Bedingungen in Klassenzimmern und Nebenräumen zählen. Während der Bauphase werden voraussichtlich organisatorische Anpassungen nötig sein — dazu zählen etwa geänderte Zugangswege, temporäre Raumverlagerungen oder zeitlich abgestimmte Liefer- und Arbeitsfenster, um den Unterrichtsbetrieb so wenig wie möglich zu stören. Konkrete Informationen zu temporären Regelungen erwarten Eltern vom Gemeindeamt bzw. der Schulleitung.
Mit dem Projekt setzt die Gemeinde Lang ein deutliches Signal in Richtung zeitgemäßer Schulinfrastruktur: mehr Platz, Barrierefreiheit und Maßnahmen gegen sommerliche Hitze gehören künftig zur Grundausstattung der Volksschule.