Diebstahl am Hauptplatz – statt Ärger folgt Hilfsaufruf
Vor dem Café Elefant am Leibnitzer Hauptplatz fehlt seit Kurzem ein auffälliges Detail: Das rote Kapperl der dort aufgestellten Figur ist gestohlen worden. Die Kopfbedeckung war ein Wiedererkennungsmerkmal, das Besucherinnen und Besucher der Innenstadt seit rund zwei Jahren kannten. In der Folge verzichtete der bekannte Südsteirer Heribert Kasper nicht auf ein deutliches Zeichen: Er ließ ein neues rotes Kapperl anfertigen und brachte es zur Statue zurück.
Statt den Vorfall allein als Ärgernis zu betrachten, verband Kasper die Angelegenheit mit einer bereits laufenden Charity-Initiative. Unter dem Kennwort „Sportwagenfahrer mit Herz“ können Menschen, die mindestens 100 Euro an die Aktion „Licht ins Dunkel“ spenden, eine von Kasper handsignierte Kopfbedeckung per Post erhalten – vorausgesetzt, sie schicken die Spendenbestätigung an ihn. Kasper engagiert sich laut eigenen Angaben seit 26 Jahren für wohltätige Zwecke; in dieser Zeit seien mehr als eine Million Euro an Spenden zusammengekommen.
„Sportwagenfahrer mit Herz“
Der Vorfall erinnert daran, wie kleine, sichtbare Elemente im öffentlichen Raum Wahrnehmung und Identität eines Orts mitprägen. Das rote Kapperl hatte sich zu einem lokalen Wahrzeichen entwickelt; sein Verschwinden fiel deshalb vielen Bürgerinnen und Bürgern auf. Der Diebstahl wirft zugleich Fragen zum Schutz von Objekten im öffentlichen Straßenraum auf. Möglich sind präventive Maßnahmen, etwa bessere Befestigung, Überwachung oder häufigerere Kontrollen durch Lokalbetreiber.
Was es für die Bevölkerung bedeutet:
- Der Hauptplatz bleibt Treffpunkt und Schaufenster der Stadt — sichtbare Veränderungen ziehen Aufmerksamkeit und Diskussion nach sich.
- Die Aktion bietet eine Gelegenheit, lokalen Zusammenhalt mit wohltätigem Zweck zu verbinden.
- Passantinnen und Passanten sollten bei Beobachtungen von auffälligen Handlungen am Platz örtliche Betreiber oder die Polizei informieren.
Konkrete Hinweise zu der Spendenaktion: Die Teilnahme erfolgt durch Überweisung an die Organisation „Licht ins Dunkel“ mit dem genannten Kennwort und dem Nachweis über die Spende, der an Kasper gesendet wird. Die genaue Adresse oder Kontaktdaten für die Zusendung der Spendenbestätigung wurden in der Meldung nicht genannt; Interessierte sollten sich vor einer Überweisung informieren, beispielsweise beim Café Elefant oder über offizielle Kanäle der Aktion.
| Fakt | Angabe |
|---|---|
| Dauer, die das Kapperl zuvor getragen wurde | rund 2 Jahre |
| Mindestspende für die Dankesgabe | 100 Euro |
| Kaspers Engagement | 26 Jahre |
| Gesammelte Spenden laut Kasper | mehr als 1 Million Euro |
Für die Anrainerinnen und Gewerbetreibenden am Hauptplatz ist der Vorfall ein Hinweis, dass auch vermeintlich kleine Diebstähle das Erscheinungsbild des Orts verändern können. Die Verbindung von lokalem Ärgernis und karitativem Zweck könnte zudem neue Unterstützerinnen und Unterstützer für regionale Hilfsprojekte mobilisieren.