Vier Leiterinnen aus dem Bezirk Graz-Umgebung gehören zu den insgesamt zehn Absolventinnen des Umweltschutzlehrgangs 2026, den das Klimabündnis Steiermark im Auftrag des Landes im Rahmen der "Klima- und Energieinitiative des Landes Steiermark" durchführte. Die Teilnehmerinnen erhielten ihre Abschlüsse bei der Abschlussveranstaltung in Graz, die heuer bereits die fünfte Auflage dieses Lehrganges markierte.
Wer hat teilgenommen?
Aus dem Bezirk Graz-Umgebung wurden folgende Leiterinnen elementarer Bildungseinrichtungen ausgezeichnet:
- Gudrun Halmer-Langmann, KIB3 Pfarrkindergarten Frohnleiten
- Julia Schutti, Wiki Kindergarten/Krippe Übelbach
- Cornelia Hahn, kreativer Marktkindergarten Judendorf
- Verena Pleyer, Wiki Kindergarten Zwaring-Pöls
Aufbau und Ziel des Lehrgangs
Der Lehrgang lief von April bis Juli 2026 und umfasste insgesamt sechs Module. Das erste Modul fand in Präsenz statt, die Module zwei bis fünf wurden online abgehalten. Abschluss und sechstes Modul erfolgten wieder in Graz. Bei der Abschlussveranstaltung war Andrea Gössinger-Wieser, Klimaschutzkoordinatorin des Landes Steiermark, zugegen.
Der Kurs verfolgte konkret zwei Schwerpunkte: Zum einen die Sensibilisierung für Umweltschutz und Ressourcenschonung, zum anderen die Stärkung der Verantwortung von Leiterinnen, diese Themen in ihren Einrichtungen zu verankern und entsprechende Kompetenzen aufzubauen.
Regionale Bedeutung
Für Kindergärten und Krippen im Bezirk bedeutet die Zusatzqualifikation, dass Verantwortliche nun gezielt Bildungsinhalte zu Nachhaltigkeit und Klimaschutz in den Betreuungsalltag integrieren können. Das betrifft praktische Themen wie Mülltrennung, Energieeinsparung oder naturnahe Spielbereiche ebenso wie die Vermittlung von Umweltbewusstsein bei Kindern und Eltern.
Seit 2022 haben insgesamt 86 Teilnehmerinnen den Lehrgang abgeschlossen und verfügen damit über eine anerkannte Zusatzqualifikation im Bereich Umweltschutz. Für Träger und Gemeinden im Bezirk ist das eine Ressource: Geschulte Leiterinnen können Fortbildungsinhalte intern weitergeben und lokale Projekte zur Umweltbildung initiieren oder ausbauen.
| Aspekt | Angaben |
|---|---|
| Dauer | April–Juli 2026 |
| Module | 6 (1 Präsenz, 4 online, 1 Präsenz/Abschluss) |
| Absolventinnen 2026 | 10 landesweit, davon 4 aus Graz-Umgebung |
| Teilnehmende seit 2022 | 86 |
Für Eltern und Gemeinden im Bezirk ist relevant, dass die teilnehmenden Leiterinnen künftig als interne Ansprechpartnerinnen für Umweltfragen fungieren können. Konkrete Maßnahmen in den Einrichtungen können kurzfristig umgesetzt werden und reichen von veränderten Material-Einkäufen über naturnahe Gartengestaltung bis zu pädagogischen Angeboten rund um Klima und Natur.
Die Fortbildung ist Teil einer landesweiten Initiative, die fachliche Qualifizierung mit dem Ziel verbindet, frühkindliche Bildungseinrichtungen als Orte nachhaltiger Verhaltensprägung zu stärken. Durch die Kombination von Präsenz- und Online-Modulen wurde Weiterbildung mit der beruflichen Praxis vereinbar gemacht, was für Leiterinnen in kleinen Gemeinden eine wichtige organisatorische Entlastung darstellt.
Die ausgezeichneten Leiterinnen aus Frohnleiten, Übelbach, Judendorf und Zwaring-Pöls stehen nun als lokal verankerte Multiplikatorinnen zur Verfügung, um Umweltbildung im Bezirk weiter zu fördern und praktische Projekte umzusetzen.