Netzwerk für Krabbelstuben im Bezirk Schärding wächst kontinuierlich
Im Frühjahr 2023 starteten Helena Faisthuber und Sandra Gillesberger eine Vernetzungsgruppe für pädagogisches Fachpersonal der Krabbelstuben im Bezirk Schärding. Aus der Initiative ist ein Angebot geworden, das inzwischen mehr als 90 Mitglieder umfasst und bereits Fachkräfte aus benachbarten Bezirken anzieht. Die Treffen sollen fachlichen Austausch, praktische Anregungen und Raum für persönliche Reflexion bieten.
Ziele: Praxisorientiert und ressourcenorientiert
Die Organisatorinnen betonen, dass es ihnen darum geht, eine Atmosphäre zu schaffen, in der Anliegen offen und ohne Wertung vorgebracht werden können. Im Zentrum steht die pädagogische Qualität: Themen wie Spielumgebung, Spielmaterialien, Konfliktbegleitung und Sprache in der Arbeit mit Kleinkindern werden – nach Bedarf der Teilnehmenden – behandelt. Gleichzeitig nehmen die Treffen einen supervisorischen Charakter ein, um die eigene berufliche Entwicklung zu fördern.
"Für uns ist das eine echte Herzensarbeit, die pädagogischen Fachkräfte zu begleiten und einen Ort zu schaffen, wo sie mit ihren Anliegen und Bedürfnissen, aber auch Herausforderungen, gesehen werden."
Organisation und Praxisnutzen
Die Vernetzung trifft sich laut den Gründerinnen zweimal jährlich an wechselnden Standorten. Dieser Wechsel ermöglicht es, unterschiedliche räumliche Gestaltungsmöglichkeiten kennenzulernen und sich vor Ort inspirieren zu lassen. Die Treffen sind in ihrer Teilnehmerzahl begrenzt, weshalb die Initiatorinnen überlegen, künftig ein größeres, offenes Zusammenkommen zu veranstalten, um noch mehr Fachkräften Zugang zu bieten.
- Gründerinnen: Helena Faisthuber (Krabbelstube Raab) und Sandra Gillesberger (Familienmentorin, psychologische Beraterin, Praxis St. Florian/I.).
- Start: Frühjahr 2023.
- Treffen: derzeit zwei Mal pro Jahr, an wechselnden Orten.
- Mitgliederstand: mehr als 90 Personen, auch aus anderen Bezirken.
Konkrete Bedeutung für Familien und Einrichtungen
Für Eltern und Einrichtungen in Schärding bedeutet die Initiative eine indirekte Qualitätssteigerung der Betreuung: Durch den regelmäßigen Austausch können Praxisideen verbreitet, Problemlösungen entwickelt und betreuungsrelevante Standards weiterentwickelt werden. Besonders in kleinen Einrichtungen, wo Weiterbildungsmöglichkeiten begrenzt sein können, bietet das Netzwerk eine niederschwellige Form der Professionalisierung.
| Aspekt | Angaben |
|---|---|
| Gründung | Frühjahr 2023 |
| Treffen | 2x jährlich |
| Mitglieder | über 90 |
Die Initiatorinnen sehen in der Arbeit nicht nur fachlichen Gewinn, sondern auch eine soziale Unterstützung für die oft herausfordernden Aufgaben in der Frühbetreuung. Die Möglichkeit, sich über Räume, Materialien und sprachliche Praxis auszutauschen, kann direkt in die tägliche Arbeit in den Krabbelstuben einfließen und so die Betreuungsqualität im Bezirk langfristig sichern.