Im Rahmen der Eröffnung der Sommerausstellung „Die Galeristin Ursula Krinzinger und Bregenz“ wurde am 19. Juli 2026 im Palais Thurn und Taxis Ursula Krinzinger mit der Hugo‑von‑Montfort‑Medaille ausgezeichnet. Die Stadt Bregenz verlieh damit ihre höchste kulturelle Ehrung an eine Persönlichkeit, deren berufliches Wirken die zeitgenössische Kunstlandschaft national und international geprägt hat.
Würdigung eines Lebenswerks
Bürgermeister Michael Ritsch und Kulturstadtrat Reinhold Einwallner überreichten die Medaille und betonten in ihren Ansprachen Krinzingers Bedeutung für die Stadt. Die Auszeichnung dokumentiert, wie eng Krinzingers Werk mit Bregenz verbunden ist: Mit der Eröffnung ihrer ersten Galerie im Jahr 1971 in Bregenz begann jene Karriere, die sie später zu einer der bedeutenden Galeristinnen der Gegenwartskunst machte. Die Stadt stellte heraus, dass Krinzinger Künstler:innen frühzeitig erkannte und über Jahrzehnte hinweg gefördert hat, wodurch sie wesentlich dazu beitrug, österreichische Gegenwartskunst international sichtbarer zu machen.
„Ursula Krinzinger hat mit ihrem außergewöhnlichen Engagement die internationale Kunstwelt mitgestaltet und dabei ihre Verbundenheit mit Bregenz stets bewahrt.“
Stadtrat Reinhold Einwallner ergänzte, dass Krinzinger oft ihrer Zeit voraus gewesen sei und Generationen von Künstler:innen begleitet habe. Die Verleihung der Hugo‑von‑Montfort‑Medaille versteht die Stadt als Anerkennung für ein Lebenswerk, das weit über die regionale Ebene hinausstrahlt.
Bedeutung für Bregenz und das Kulturangebot
Die Auszeichnung ist nicht nur eine persönliche Ehrung, sondern auch ein Signal für den Stellenwert, den die bildende Kunst in Bregenz hat. Krinzingers Institut und ihr Netzwerk trugen dazu bei, dass die Stadt als Ausgangspunkt für internationale Kontakte und Kooperationen wahrgenommen wird. Für das kulturelle Publikum in Bregenz bedeutet dies konkret:
- Erhöhte Sichtbarkeit: Ausstellungen und Publikationen mit Bezug zu Bregenz erhalten größere Aufmerksamkeit.
- Netzwerkeffekte: Lokale Institutionen profitieren von nationalen und internationalen Kontakten, die Krinzinger aufgebaut hat.
- Nachwuchsförderung: Künstler:innen, die lokale Ausstellungsorte nutzen, können von langfristigen Verknüpfungen in die internationale Szene profitieren.
Die Ausstellung als Kontext
Die Verleihung erfolgte im Rahmen der Eröffnung der Sommerausstellung über Ursula Krinzinger, die den Lebensweg und die künstlerischen Beziehungen der Galeristin in den Mittelpunkt stellt. Solche Ausstellungen dienen nicht allein der Rückschau, sondern schaffen auch Raum für Diskussionen über Vermittlungspraxis, Galerien als Institutionen und die Rolle kleinerer Städte im internationalen Kulturzyklus.
Für Besucherinnen und Besucher der Ausstellung bietet sich die Gelegenheit, die lokale Kulturgeschichte im unmittelbaren Austausch mit einer Persönlichkeit kennenzulernen, die Bregenz zu einem Knotenpunkt in ihrem beruflichen Netzwerk machte. Die Auszeichnung macht deutlich, dass städtische Kulturpolitik solche Verbindungen wertschätzt und sichtbar macht.
| Datum | 19. Juli 2026 |
|---|---|
| Ort | Palais Thurn und Taxis, Bregenz |
| Auszeichnung | Hugo‑von‑Montfort‑Medaille (höchste kulturelle Auszeichnung der Landeshauptstadt) |
Die Ehrung von Ursula Krinzinger ist eine Anerkennung ihres langjährigen Engagements als Galeristin, Vermittlerin und Förderin der Gegenwartskunst. Für Bregenz markiert sie einen Moment der öffentlichen Würdigung und erinnert daran, welche Bedeutung lokales kulturelles Engagement für die internationale Wahrnehmung einer Stadt haben kann.