Massive Einsätze nach Gewittern in Pinzgau und Pongau
Gewitter mit heftigem Starkregen haben am Donnerstagabend in Teilen des Landes Salzburg zu zahlreichen Unwettereinsätzen geführt. Am stärksten betroffen waren der Pinzgau und Pongau. Nach Angaben des Landesfeuerwehrverbands waren am Freitag 675 Einsatzkräfte von 32 Feuerwehren im Einsatz und bearbeiteten 98 Einsatzstellen.
In Uttendorf trat der Tobersbach über die Ufer; Wasser drang in einen Ortschaftsteil und verlegte Straßen. In Stuhlfelden war der Pirtendorferbach über die Ufer getreten, weshalb mehrere Häuser aus Sicherheitsgründen evakuiert wurden. Rund ein Dutzend Bewohnerinnen und Bewohner fanden vorübergehend bei Angehörigen oder Bekannten Unterkunft.
Welche Schäden sind bisher bekannt?
- Fünf Brücken wurden zerstört, fünf Häuser beschädigt.
- Zu 13 Objekten besteht derzeit keine Zufahrt.
- Bei zwei Gebäuden sind die Keller vollständig mit Wasser und Schlamm gefüllt.
- Haupttätigkeiten der Einsatzkräfte: Auspumpen überfluteter Keller, Entfernen umgestürzter Bäume, Freimachen von Verkehrswegen, Beseitigung von Murenabgängen, Lösen von Verklausungen und Bekämpfung eines Waldbrandes.
Die Einsatz- und Aufräumarbeiten wurden am Freitag fortgesetzt. Nach bisherigen Informationen wurde niemand verletzt.
„An vorderster Stelle steht auch das Ausbaggern der Wildbachsperren“,
so berichtete das Land Salzburg in einer Aussendung. Der Hydrografische Dienst wies auf die besondere Situation hin: Aufgrund der hohen Intensität der Niederschläge und der Trockenheit hätten einzelne lokale Ereignisse „eine sehr verheerende Wirkung“ (Barbara Staudinger, Hydrografischer Dienst des Landes Salzburg).
| Parameter | Angabe |
|---|---|
| Einsatzkräfte | 675 |
| Feuerwehren | 32 |
| Einsatzstellen | 98 |
| Zerstörte Brücken | 5 |
| Beschädigte Häuser | 5 |
Konkrete Folgen für Bewohner und Infrastruktur
Die Sperren und Verlegungen von Straßen bedeuten für betroffene Gemeinden Einschränkungen beim Verkehr und Zugang zu Häusern. Dort, wo Keller komplett mit Wasser und Schlamm gefüllt sind, ist mit längerem Reinigungs- und Trocknungsaufwand zu rechnen. Die Errichtung einer Behelfsbrücke in einem besonders betroffenen Bereich wurde angekündigt, um isolierte Orte wieder anzubinden.
Die Behörden mahnen zur Vorsicht: Anwohnerinnen und Anwohner in gefährdeten Lagen sollten Hinweise der Einsatzkräfte befolgen und weitere Gefährdungen durch nachfolgende Starkregenereignisse berücksichtigen. Weil die genaue Schadenshöhe vorerst nicht abschätzbar ist, laufen Schadenserhebungen und Sicherungsmaßnahmen.
Für Betroffene sind in den kommenden Tagen insbesondere Informationen der Bezirkshauptmannschaften und des Landes relevant — etwa zu Sperrzonen, Wiederherstellungsarbeiten und Unterstützungsangeboten.