Der Produktionsstandort des Kehrmaschinen-Herstellers Trilety in Hallein bleibt erhalten. Ende Juni hatte die Trilety GmbH Insolvenz angemeldet; die Passiva belaufen sich laut Masseverwalter auf rund 4,3 Mio. Euro. Am Freitagvormittag wurde der Übernahmevertrag geschlossen: Das gesamte Anlage- und Umlaufvermögen wurde an eine neu gegründete Auffanggesellschaft übertragen, die künftig unter dem Namen Hall X-Tech GmbH firmieren wird.
Wer übernimmt — und was bleibt?
Geschäftsführer und Gesellschafter der neuen Firma ist der bisherige technische Leiter der Trilety GmbH, Roland Hallinger. Nach Angaben des Masseverwalters Johannes Hirtzberger soll unter der neuen Führung weiterhin unter dem Markennamen Trilety produziert werden. Für Kundinnen und Kunden bedeutet dies, dass die noch offenen Aufträge abgearbeitet werden und es dadurch zu keinen – oder nur zu minimalen – Lieferunterbrechungen kommen soll. Geplant ist, die Produktion bereits ab kommender Woche wieder aufzunehmen.
„Wir konnten heute den Vertrag über die Übernahme des gesamten Anlage- und Umlaufvermögens abschließen. Es gibt eine neue Auffanggesellschaft, die unter der Leitung des ehemaligen technischen Leiters der Trilety GmbH gegründet wurde. Diese Gesellschaft hat die Vermögenswerte übernommen, die sie dann auch in die Lage versetzen, die Produktion weiterzuführen.“ — Johannes Hirtzberger, Masseverwalter
Folgen für Beschäftigte und Gläubiger
Ob alle bisherigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter übernommen werden, ist noch nicht abschließend geklärt. Der Masseverwalter erklärte, dass jene Beschäftigten, die von der neuen Gesellschaft benötigt werden, ein Angebot zur Weiterbeschäftigung erhalten sollen. Für die Gläubiger ist eine Quote vorgesehen; deren Höhe lässt sich derzeit nicht beziffern. Zuvor müsse eine Liegenschaft verwertet werden, die im Eigentum der bisherigen Gesellschaft steht. Diese Verwertung werde voraussichtlich einige Zeit in Anspruch nehmen.
- Standort: Hallein (Tennengau)
- Neue Firma: Hall X-Tech GmbH
- Weiterproduktion: geplant ab kommender Woche
- Passiva: gut 4,3 Mio. Euro
Bedeutung für die Region
Die Entscheidung zur Fortführung des Betriebs hat kurzfristig eine hohe lokale Bedeutung. Für Gemeinden, die zu den Kunden gehören, ist die Fertigstellung laufender Aufträge ebenso wichtig wie für Zulieferbetriebe und Beschäftigte vor Ort. Ein kompletter Produktionsstopp hätte nicht nur Einkommensverluste für Betroffene bedeutet, sondern auch mögliche Probleme bei kommunalen und gewerblichen Einsätzen der Maschinen zur Folge gehabt.
| Aspekt | Stand |
|---|---|
| Passiva | ca. 4,3 Mio. € |
| Übernahme | Hall X-Tech GmbH (Leitung: Roland Hallinger) |
| Mitarbeiterübernahmen | Ungewiss; Angebote bei Bedarf |
| Produktion | Wiederaufnahme geplant ab nächster Woche |
Für betroffene Beschäftigte bleibt zunächst abzuwarten, welche konkreten Angebote von der Hall X-Tech GmbH kommen. Für Kundinnen und Kunden ist es ein positives Signal, dass laufende Aufträge abgeschlossen werden sollen. Die Verwertung der Liegenschaft und die Klärung der Gläubigerquote sind allerdings noch offene Punkte, die Einfluss auf die endgültige Bilanz des Sanierungsvorhabens haben werden.
Lokale Behörden und Wirtschaftspartner dürften die weitere Entwicklung beobachten, da die Entscheidung Auswirkungen auf Lieferketten, ortsansässige Beschäftigung und kommunale Dienstleister im Tennengau hat. Konkrete Zahlen zu übernommenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie zur Dauer der Liegenschaftsverwertung stehen noch aus.