Ein Leben im Dienst der Freiwilligen Feuerwehr
Die Feuerwehren im Bezirk Zwettl trauern um einen Mann, dessen Wirken die lokale Einsatzorganisation über Jahrzehnte prägte. Der Verstorbene, als Reichenvater Wiener bezeichnet, hatte seine beruflichen Wurzeln ursprünglich in Wien, wo er als Finanzbeamter tätig war. Ein Wohnsitzwechsel in die Gemeinde Hörmanns Mitte der 1980er Jahre war der Auslöser für ein intensives ehrenamtliches Engagement, das weit über den Ortsverband hinausreichte.
Stationen und Funktionen
Innerhalb weniger Jahre nach seinem Zuzug absolvierte er nicht nur die Grundausbildung, sondern erweiterte sein Wissen durch spezielle Lehrgänge, darunter auch Kommandanten-Weiterbildungen. Schon 1991 übernahm er die Funktion des Sachbearbeiters Atemschutz für die Freiwillige Feuerwehr Hörmanns. Später wurde er zum Stellvertreter des Kommandanten gewählt und führte die Wehr von 2001 bis 2006 als Kommandant.
Sein Ausscheiden aus dem aktiven Dienst erfolgte mit Erreichen des 65. Lebensjahres; ein formaler Rücktritt von der Feuerwehrarbeit bedeutete dies jedoch nicht. Im Gegenteil: Bis zuletzt war er im Bezirkskommando Zwettl engagiert — etwa bei Wettbewerben und bei technischen Projekten wie dem Umbau der Bereichsalarmzentrale Zwettl. Dieses weiterführende Engagement macht deutlich, welchen Stellenwert ehrenamtlicher Einsatz für die Sicherheitsinfrastruktur in der Region hat.
- Ursprünglicher Beruf: Finanzbeamter in Wien
- Zuzug nach Hörmanns: Mitte der 1980er Jahre
- 1991: Bestellung zum Sachbearbeiter Atemschutz
- 2001–2006: Amtszeit als Kommandant
- Weiteres Engagement: Mitarbeit im Bezirkskommando und bei der Bereichsalarmzentrale
Konkrete Bedeutung für den Bezirk Zwettl
Der Verstorbene hinterlässt nicht nur eine organisatorische Lücke, sondern auch eine Erfahrungsebene, die bei Aus- und Weiterbildung sowie bei technischen Umsetzungen schwer zu ersetzen ist. Besonders die Aufgaben rund um Atemschutz und die Mitwirkung beim Umbau der Alarmzentrale betreffen die operative Einsatzfähigkeit mehrerer Feuerwehren im Bezirk. Ehrenamtliche Führungskräfte wie er sind häufig Dreh- und Angelpunkt bei Kooperationen zwischen Ortsfeuerwehren und dem Bezirkskommando.
| Funktion | Zeitraum / Bemerkung |
|---|---|
| Sachbearbeiter Atemschutz (Hörmanns) | 1991 |
| Stellvertreter des Kommandanten | später in den 1990er Jahren |
| Kommandant (Hörmanns) | 2001–2006 |
| Mitarbeit Bezirkskommando | bis ins hohe Alter, u. a. bei Wettbewerben und Umbau der Bereichsalarmzentrale |
Sein Wirken zeigt exemplarisch, wie individuelle Motivation die Leistungsfähigkeit des gesamten Systems stärkt: Von Schulungen bis zur praktischen Unterstützung bei Großprojekten profitieren zahlreiche Wehren im Bezirk. Lokale Einsatzkräfte werden nun die organisatorische und fachliche Nachfolge regeln müssen — und zugleich das Wissen sichern, das der Verstorbene in Jahrzehnten aufgebaut hat.
Die Anteilnahme gilt seiner Familie, den Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Hörmanns sowie jenen, mit denen er im Bezirkskommando eng zusammenarbeitete. Für Bürgerinnen und Bürger des Bezirks Zwettl ist dies ein Moment, um den Wert langjährigen ehrenamtlichen Engagements für die Sicherheit der Region zu würdigen.