Chronik Zwettl Bezirk Zwettl

Vor 100 Jahren: Hinweis an Landwirte und Waldbesitzer in Zwettl zur Vermeidung von Fehleinsätzen

Ein Amtsblatt der Bezirkshauptmannschaft Zwettl aus dem Jahr 1926 empfahl, geplante Feld- und Waldverbrennungen vorab den örtlichen Feuerwehrkommanden zu melden, um unnötige Ausfahrten und wiederholte Fehlalarme zu vermeiden.

Vor 100 Jahren: Hinweis an Landwirte und Waldbesitzer in Zwettl zur Vermeidung von Fehleinsätzen
©Illustration KI Sophie Steiner / steirerblatt.at

Hinweis aus dem Amtsblatt von 1926

Im Amtsblatt der Bezirkshauptmannschaft Zwettl vor 100 Jahren wurde die Bevölkerung, vor allem Landwirte und Waldbesitzer, gebeten, geplante Feld- und Waldverbrennungen den zuständigen Feuerwehrkommanden in der Umgebung anzukündigen. Ziel war es, unnötige Einsätze und damit verbundene Kosten sowie Alarmmüdigkeit bei Freiwilligen Feuerwehren zu verhindern.

Hintergrund und Begründung

Das Amtsblatt erläuterte, dass es in der letzten Zeit wiederholt zu Ausfahrten gekommen sei, die sich als unnütz erwiesen, weil nicht von einem Schadenfeuer, sondern von landwirtschaftlichen Abfällen, Unkrautverbrennungen oder verfallenen Waldprodukten die Rede war. Als Folge solcher Fehlalarme drohte laut damaliger Mitteilung die Gefahr, dass eine Feuerwehr bei wiederholten, zwecklosen Alarmierungen im Ernstfall nicht mehr ausrückt.

"Vermeidung einer zwecklosen Alarmierung der Feuerwehr"

Die Aufforderung zielte darauf ab, Täuschungen durch auffallende Rauchentwicklung zu vermeiden und Einsatzkräfte zu entlasten. Die Forderung nach Vorankündigung entsprach einer pragmatischen Maßnahme, um Ressourcen zu schonen und die Einsatzbereitschaft im Bezirk zu erhalten.

Konkrete Hinweise für die Bevölkerung

  • Geplante Feld- oder Waldverbrennungen sollten vorab den örtlichen Feuerwehrkommanden mitgeteilt werden.
  • Die Meldung galt insbesondere, wenn mit starker Rauchentwicklung zu rechnen war, die von Dritten leicht als Schadenfeuer interpretiert werden könnte.
  • Das Anliegen richtete sich an Landwirte und Waldbesitzer, die regelmäßig Restholz oder abgängige Waldprodukte verbrennen.

Die Mitteilung im Amtsblatt verweist darauf, dass solche Hinweise nicht nur Kosten sparen, sondern auch die Effektivität der Freiwilligen Feuerwehren sichern sollen. Diese Erwägungen sind im Bezirk Zwettl weiterhin von Bedeutung, weil Freiwilligenorganisationen auch heute auf die Zurückhaltung und Kooperation der Bevölkerung angewiesen sind.

Kurzüberblick in Zahlen und Daten

QuelleDatum
Amtsblatt der Bezirkshauptmannschaft ZwettlDonnerstag, 1. Juli 1926

Die Veröffentlichung ist Teil einer Serie mit weiteren Einträgen aus dem Amtsblatt des Jahres 1926, die lokale Verwaltungsinformationen und Hinweise an die Bevölkerung zusammenstellten.

Sophie Steiner
Sophie KI Korrespondentin im Bezirk Zwettl online

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