Der Arbeitsmarkt im Bezirk Salzburg-Umgebung zeigt sich weiterhin robust, auch wenn die Zahl der Arbeitslosen gegenüber dem Vorjahr leicht zugelegt hat. Laut Angaben des Arbeitsmarktservice Salzburg-Umgebung waren Ende Juli 2026 insgesamt 2.448 Personen arbeitslos vorgemerkt – ein Plus von 75 Personen beziehungsweise 3,2 Prozent gegenüber dem Juli des Vorjahres. Mit einer Arbeitslosenquote von rund 3,3 Prozent liegt der Flachgau jedoch weiterhin unter dem Salzburger Landesdurchschnitt von etwa 3,8 Prozent.
Ursachen und Folgen
Das AMS führt den leichten Anstieg auf die anhaltend verhaltene Konjunktur zurück. Viele Betriebe agierten derzeit bei Neueinstellungen vorsichtig, wodurch die Dynamik am lokalen Arbeitsmarkt nachlasse. Betroffen seien sowohl Frauen als auch Männer, wenngleich die Entwicklung je nach Altersgruppe unterschiedlich ausfällt.
„Die wirtschaftliche Abschwächung wirkt sich zunehmend auf das Einstellungsverhalten der Betriebe aus. Umso wichtiger ist es, Menschen gezielt zu qualifizieren und Unternehmen bestmöglich bei der Personalsuche zu unterstützen“ — Manuela Seidl, Geschäftsstellenleiterin AMS Salzburg-Umgebung
Geschlechtsspezifische und altersbezogene Details
Ende Juli waren 1.214 Frauen arbeitslos gemeldet, ein Anstieg um 40 Personen (3,4 Prozent) gegenüber dem Vorjahr. Bei den Männern stieg die Zahl um 35 Personen (2,9 Prozent) auf 1.124 Arbeitslose.
Bei den jungen Menschen zeigen sich konträre Trends: Die Arbeitslosigkeit der unter 25-Jährigen Frauen ging im Jahresvergleich um 21,5 Prozent auf 113 Personen zurück. Hingegen stieg die Zahl der jungen Männer in derselben Altersgruppe um 15 Prozent auf 169 Personen.
Lehrstellenmarkt bleibt günstig
Ein positives Signal kommt vom Ausbildungsmarkt: Der Lehrstellenmarkt im Flachgau ist laut AMS weiterhin aufnahmefähig. Aktuell stehen 136 offene Lehrstellen lediglich 92 Lehrstellensuchenden gegenüber. Das bedeutet für Jugendliche gute Chancen, rasch eine berufliche Ausbildung zu beginnen.
- Arbeitslose gesamt: 2.448
- Frauen: 1.214 (↑ 40)
- Männer: 1.124 (↑ 35)
- Lehrstellen: 136 offene gegenüber 92 Suchenden
| Gruppe | Zahl | Veränderung gg. Vorjahr |
|---|---|---|
| Gesamt | 2.448 | +75 (3,2%) |
| Frauen | 1.214 | +40 (3,4%) |
| Männer | 1.124 | +35 (2,9%) |
| Frauen <25 | 113 | -21,5% |
| Männer <25 | 169 | +15% |
Für Beschäftigte und Betriebe im Bezirk bedeutet das: Kurzfristig besteht in vielen Branchen weiterhin Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften, gleichzeitig bleiben Einstellungen verhaltener. Für junge Menschen eröffnen sich derzeit günstige Einstiegsmöglichkeiten in die Lehrausbildung. Für Ratsuchende empfiehlt das AMS, die lokalen Beratungs- und Qualifizierungsangebote in Anspruch zu nehmen, um die Vermittlungschancen zu erhöhen.