Radsport-Elite zurück in Kärnten – Route berührt Feldkirchen
Nach einer zehnjährigen Pause kehrt die renommierte Tour of Austria am 9. Juli nach Kärnten zurück – und führt auf ihrer Königsetappe durch den Bezirk Feldkirchen. Der Abschnitt startet in Bad Kleinkirchheim, verläuft über das Bezirksgebiet und weiter entlang des Ossiacher Sees in Richtung Großglockner. Die Veranstalter weisen darauf hin, dass es entlang der Strecke zu kurzfristigen Verkehrsanhaltezeiten von etwa 30 Minuten kommen kann.
Sportliche Königsetappe mit Kärntner Premiere
Die 2. Etappe der heurigen Rundfahrt gilt als Schlüsselmoment der 75. Auflage: Von Bad Kleinkirchheim führt die Route über Feldkirchen und mehrere Kärntner Seen bis ins Hochgebirge. Auf dem Weg säumen Ossiacher See, Afritzer See, Brennsee und Millstätter See die Strecke, ehe im Oberkärntner Raum der Anstieg Richtung Heiligenblut und weiter auf die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe am Großglockner beginnt. Mit einer Distanz von 188,8 Kilometern und 2.914 Höhenmetern ist diese Etappe als Königsetappe ausgewiesen.
„Diese Etappe verbindet sportliche Höchstleistung mit Kärntens landschaftlicher Schönheit und wird ein Höhepunkt der Rundfahrt“, erläutert Paco Wrolich, Ex-Profi und Radkoordinator der Kärnten Werbung.
Wer ist am Start – und was bedeutet das für die Region?
Insgesamt treten heuer 22 Teams mit jeweils sechs Fahrern an, darunter sechs WorldTeams. Erstmals seit 2004 ist zudem ein österreichisches Nationalteam gemeldet. Für den Bezirk Feldkirchen bedeutet das nicht nur internationale Aufmerksamkeit, sondern auch einen erhöhten Zustrom von Zuschauenden entlang der lokalen Streckenabschnitte – besonders dort, wo die Fahrer vom Bereich Bad Kleinkirchheim her kommend durch das Bezirksgebiet Richtung Ossiacher See passieren.
Was Anrainer und Verkehrsteilnehmer wissen müssen
Laut Veranstalter sind entlang des Routenverlaufs kurzfristige Verkehrsunterbrechungen möglich. Diese dauern pro Abschnitt rund 30 Minuten und werden in der Regel unmittelbar vor und während des Felddurchgangs umgesetzt. Das betrifft vor allem Querungen und Zufahrten in unmittelbarer Streckennähe.
- Fahrten im Bezirksgebiet am Vormittag und rund um die Mittagszeit möglichst einplanen oder auf alternative Routen ausweichen.
- Rechtzeitig anreisen, wenn man die Durchfahrt verfolgen möchte; Parken nur in gekennzeichneten Bereichen.
- Anweisungen von Exekutive und Streckenposten strikt befolgen; kurzfristige Sperren dienen der Sicherheit der Fahrer und des Publikums.
- Rücksicht auf Anrainerwege und Rettungszufahrten; diese müssen jederzeit frei bleiben.
Die Etappe verläuft zunächst wellig und schnell durch das Kärntner Seengebiet. Größere topografische Hürden bleiben bis Heiligenblut aus. Ab dort beginnt der lange Schlussanstieg zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe, der die Klassementsfahrer fordern wird. Für Zusehende im Bezirk Feldkirchen sind vor allem die frühen bis späten Vormittagsstunden relevant, wenn das Feld aus dem Raum Bad Kleinkirchheim kommend nordwestwärts Richtung Ossiacher See unterwegs ist.
Fakten zur Königsetappe durch Feldkirchen
| Etappe | Datum | Distanz | Höhenmeter | Teams | Verkehr |
|---|---|---|---|---|---|
| 2. Etappe | 9. Juli | 188,8 km | 2.914 hm | 22 (davon 6 WorldTeams) | Anhaltezeiten bis ca. 30 Minuten |
Region im Schaufenster – Chancen und Herausforderungen
Für den Bezirk Feldkirchen ist die Durchfahrt ein Schaufenster: Die Fernsehbilder zeigen das Seenland zwischen Ossiacher See und den Nockbergen. Touristisch kann die Region von der medialen Präsenz profitieren. Gleichzeitig erfordern Sicherheit und Verkehrsführung Geduld der Bevölkerung – vor allem dort, wo Nebenstraßen auf die Rennroute treffen. Wer Besorgungen, Arzttermine oder Lieferverkehre plant, sollte Zeitpuffer einrechnen.
Die Tour knüpft an die Historie der Österreich-Rundfahrt seit 1949 an. Mit der Rückkehr nach Kärnten und der Premiere von Bad Kleinkirchheim im Etappenplan setzt die heurige Ausgabe einen regionalen Schwerpunkt. Für Feldkirchen bedeutet das: Spitzenradsport vor der Haustür – mit kurzzeitigen Einschränkungen, aber klaren Sicherheitsstandards.