Schwerer Unfall an der Hochschrutte
Bei einem Bergunfall an der Hochschrutte (Gemeinde Bichlbach, Bezirk Reutte) ist am vergangenen Samstag ein 69-jähriger Mann aus Liechtenstein tödlich verunglückt. Die Gruppe, mit der der Mann unterwegs war, bestand aus insgesamt elf Personen. Nach Angaben der Polizei hatten sich die Teilnehmenden zuvor über eine Kennenlern-App verabredet und waren privat, ohne Bergführer, unterwegs.
Die Gruppe erreichte den Gipfel gegen Mittag und begann danach den Abstieg in Richtung Pfuitjöchel. Gegen etwa 13:30 Uhr kippte der 69-Jährige plötzlich nach vorne und stürzte nach ersten Meldungen rund 80 bis 100 Meter in eine Felsrinne, wo er schwer verletzt liegenblieb.
„Der Notarzt konnte jedoch nur noch den Tod des Mannes feststellen.“
Begleiter setzten sofort den Notruf ab und leisteten Erste Hilfe. Unterstützt durch mehrere Einsatzkräfte wurde der Verunglückte geborgen und per Polizeihubschrauber in das Tal geflogen. Im Einsatz waren nach Polizeiangaben unter anderem der Notarzthubschrauber RK 2, der Polizeihubschrauber Libelle Tirol, die Bergrettung Bichlbach, die Alpinpolizei sowie die Polizei Lermoos.
Auswirkungen auf Beteiligte und Einsatzablauf
Ein unmittelbarer Augenzeuge erlitt einen psychischen Schock und wurde mit dem Notarzthubschrauber ins Bezirkskrankenhaus Reutte gebracht. Die übrigen Mitglieder der Wandergruppe blieben körperlich unverletzt; sie stiegen, mit Unterstützung der Bergrettung Bichlbach, selbstständig ins Tal ab. Die Alpinpolizei hat Ermittlungen aufgenommen und wird die Unterlagen an die zuständigen Stellen übermitteln.
- Unfallort: Hochschrutte (Bichlbach, Bezirk Reutte)
- Opfer: 69-jähriger Mann aus Liechtenstein
- Gruppengröße: 11 Personen, Treffen über Kennenlern-App
- Absturzstrecke: rund 80–100 Meter in eine Felsrinne
- Eingesetzte Stellen: RK 2, Libelle Tirol, Bergrettung Bichlbach, Alpinpolizei, Polizei Lermoos
Der Vorfall zeigt die Gefährdungslage auch bei Routen, die von erfahrenen Bergsteigern besucht werden. Die Faktenlage weist darauf hin, dass die Gruppe ohne Führer unterwegs war und dass der Absturz offenbar unvermittelt erfolgte. Die Alpinpolizei führt die Ermittlungen zur genauen Unfallursache weiter; nach Abschluss werden Berichte an die zuständigen Stellen weitergegeben.
| Datum | Samstag (laut Polizeibericht) |
|---|---|
| Uhrzeit des Absturzes | gegen 13:30 Uhr |
| Beteiligte Einsatzorganisationen | RK 2, Libelle Tirol, Bergrettung Bichlbach, Alpinpolizei, Polizei Lermoos |
Für Bewohnerinnen und Bewohner des Bezirks Reutte ist der Vorfall eine Mahnung an die Risiken alpiner Touren, insbesondere wenn Gruppen privat und ohne ortskundigen Führer unterwegs sind. Er unterstreicht zudem die Bedeutung einer raschen Alarmierung und gut koordinierter Rettungsstrukturen, wie sie im vorliegenden Fall zum Einsatz kamen.