In den letzten Tagen sind im Bezirk Lilienfeld mehrere Fälle von Telefonbetrug und versuchten Täuschungen an der Haustür bekannt geworden. Die Polizei registrierte die Vorfälle insbesondere in Traisen; Zielgruppe waren überwiegend ältere Personen, die über Festnetzanschlüsse kontaktiert wurden.
Wie die Maschen abliefen
Nach Angaben aus der Region gingen die Täterinnen und Täter mit unterschiedlichen Vorwänden vor. In einem Fall erklärte eine Anruferin, es habe in der Wohnsiedlung bei alleinstehenden Frauen Einbrüche gegeben und es werde sich erkundigt, ob die Angerufenen informiert seien. An einem anderen Tag behauptete eine Person mit Akzent, Strom- und Gasanlagen müssten kontrolliert werden; kurz darauf standen Unbekannte vor dem Haus.
- Ort: Traisen (Vorfälle an aufeinanderfolgenden Tagen)
- Betroffene: vorwiegend ältere Bewohnerinnen und Bewohner
- Maschen: falsche Hinweise auf Einbrüche, angebliche Kontrolleure für Strom und Gas
In einem Fall verhielten sich die Betroffenen richtig: Die Tür wurde nicht geöffnet und die Polizei informiert. Eine Bewohnerin aus Scheibmühl machte die Vorfälle öffentlich, um Nachbarinnen und Nachbarn zu warnen. Die Exekutive reagierte mit persönlichen Hausbesuchen und ausführlichen Präventionsgesprächen.
„Sie haben den Herrschaften genau erklärt, wie man sich in solchen Fällen korrekt verhält, dass man sich nicht irritieren lassen soll und die Polizei verständigen soll“,
berichtet die Zeugin über das Vorgehen der Beamten und lobt die schnelle Reaktion.
Polizeiratschläge und praktische Hinweise
Der Kriminalpräventionsbeamte im Bezirk Lilienfeld warnte eindringlich davor, auf Forderungen einzugehen oder sensible Informationen preiszugeben. Wichtige Grundregeln, die auch für Bewohnerinnen und Bewohner im Bezirk relevant sind:
- Keinem angeblichen Amtspersonen am Telefon oder an der Haustür Geld anvertrauen oder zur Aufbewahrung übergeben.
- Keine Auskünfte zu Wertgegenständen oder finanziellen Verhältnissen am Telefon erteilen.
- Bei Verdacht sofort die Polizei verständigen und im Zweifel die Identität von Kontrolleuren durch offizielle Stellen prüfen lassen.
Die polizeilichen Präventionsgespräche haben in einem konkreten Fall dazu geführt, dass die Personen vor Ort die Methoden der Täter verstanden und künftig vorsichtiger reagieren. Solche Maßnahmen sind im ländlichen Raum mit einer älteren Bevölkerungsschicht besonders wichtig, da dort Festnetzkontakte weiter verbreitet sind als in urbanen Bereichen.
| Datum (ungefähr) | Ort | Art des Vorfalls |
|---|---|---|
| jeweils in den vergangenen Tagen | Traisen, Scheibmühl | Telefonanrufe, angebliche Kontrolleure an Tür |
Für Angehörige und Nachbarinnen und Nachbarn empfiehlt es sich, ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger aktiv anzusprechen und aufzuklären. Lokale Nachbarschaftshilfe und das Weitergeben der polizeilichen Hinweise können weitere Erfolge bei der Prävention bringen.
Die Polizei rät: Im Zweifel Nummer notieren, auflegen und direkt die örtliche Polizeidienststelle kontaktieren. Sensibilisierung und schnelle Meldung tragen maßgeblich dazu bei, dass Betrugsversuche im Bezirk Lilienfeld nicht erfolgreich sind.