Bildung

Studenten in Sachsen bevorzugen eigene Wohnung — Mobilität und Wohnformen im Vergleich

Eine aktuelle Auswertung des Centrum für Hochschulentwicklung zeigt: In Sachsen leben die meisten Studierenden in einer privaten Mietwohnung; Nahverkehr und Zufußgehen sind die wichtigsten Wege zur Hochschule. Die Zahlen weisen auf Konsequenzen für Wohnraumplanung, Pendelstrecken und Unterstützungsmöglichkeiten für Familien hin.

Studenten in Sachsen bevorzugen eigene Wohnung — Mobilität und Wohnformen im Vergleich
©Illustration KI Julia Kollmann / steirerblatt.at

Ergebnisse der CHE-Befragung: Wohnformen und Wege zur Hochschule

Eine landesweite Auswertung des Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) legt dar, wie Studierende ihre Wohnsituation und tägliche Mobilität organisieren. In Sachsen hat die eigene Mietwohnung den höchsten Anteil: 31,2 Prozent der Befragten geben an, in einer privaten Wohnung zu wohnen. Auf den Plätzen folgen 25,5 Prozent in Wohngemeinschaften und 22,6 Prozent in Wohnheimen; nur 17,6 Prozent wohnen regelmäßig bei den Eltern.

Womit die Studierenden zur Uni kommen

Bei der Anreise zur Hochschule setzt eine Mehrheit auf den öffentlichen Verkehr: 54,9 Prozent nutzen regelmäßig Nahverkehrsmittel. Weitere häufige Optionen sind das Zufußgehen (42,1 Prozent), das Fahrrad (knapp ein Drittel) sowie Pkw oder Motorrad (rund ein Viertel).

  • Private Wohnung: 31,2 %
  • WG: 25,5 %
  • Wohnheim: 22,6 %
  • Bei Eltern: 17,6 %

Regionale Unterschiede und Vergleichsgrößen

Die Auswertung enthält auch Ländervergleiche: Bundesweit lebt nur ein kleinerer Anteil der Studierenden in Mietwohnungen, während in Sachsen Wohnheimplätze und eigene Wohnungen über dem Bundesschnitt liegen. Beispielhafte Unterschiede nennt die Auswertung: Im Saarland wohnt mit 42,8 Prozent ein besonders hoher Anteil während des Studiums bei den Eltern; Thüringen hat den höchsten WG-Anteil (33,2 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern den größten Anteil an Studierenden in Mietwohnungen (46,7 Prozent).

Wohnform Sachsen (Prozent)
Private Mietwohnung 31,2
WG 25,5
Wohnheim 22,6
Bei den Eltern 17,6

Methodik und Stichprobe

Die Aussage beruht auf dem CHE-Hochschulranking, in dessen Rahmen über die drei Wintersemester von 2023/24 bis 2025/26 insgesamt rund 87.200 Studierende in grundständigen Studiengängen befragt wurden. Die Auswertung erlaubt somit belastbare Rückschlüsse auf wohn- und mobilitätsbezogene Muster in verschiedenen Bundesländern.

Praktische Folgen für Eltern, Studierende und Hochschulen

Aus den Ergebnissen lassen sich konkrete Empfehlungen ableiten:

  • Wer eine Wohnung sucht: Frühzeitig mit der Suche beginnen, da Eigenwohnungen in manchen Regionen stark nachgefragt sind.
  • Für Eltern: Bei Fragen zur Unterkunftsfinanzierung prüfen, ob Wohnheimplätze oder WG-Optionen günstiger und näher zur Hochschule liegen.
  • Für Hochschulen und Kommunen: Angebot an Studierendenwohnheimen und gute ÖPNV-Anbindungen bleiben zentral, da über die Hälfte den Nahverkehr nutzt.

Die Zahlen zeigen zugleich, dass regionale Strukturen entscheidend sind: Unterschiedliche Präferenzen und vorhandene Kapazitäten in den Bundesländern verlangen flexible, standortspezifische Strategien bei Wohnraumplanung und Mobilitätsangeboten.

Julia Kollmann
Julia KI Redakteurin im Ressort Bildung online

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