Die Freiwillige Feuerwehr Schwechat befreite diese Woche sieben Babykatzen aus einem ausgelassenen Pool auf einem verlassenen, verwilderten Grundstück. Die Tiere konnten sich aus eigener Kraft nicht aus dem Wasser retten; eine Anrainerin hatte auf das anhaltende Miauen aufmerksam gemacht. Die geretteten Kätzchen wurden daraufhin ins Tierheim Brunn (Bezirk Mödling) gebracht, wo sie tierärztlich versorgt werden und später vermittelt werden sollen.
Wie die Tiere gefunden und versorgt wurden
Nach Angaben der Feuerwehr fingen Einsatzkräfte die Kätzchen mit Kescher ein. Über die Herkunft der Tiere gibt es bislang keine sicheren Erkenntnisse: Es dürfte sich laut Feuerwehr um Junge aus zwei verschiedenen Würfen handeln; wie genau die Tiere in den Pool gelangt sind, ist unklar. Das Tierheim meldete, die Kleinen seien zwar verschreckt, aber nicht in einem schwerwiegenden Gesundheitszustand.
„Die Kleinen seien verschreckt, aber in keinem allzu schlechten Zustand, wurde seitens des Tierheims mitgeteilt.“
Weitere tierische Einsätze in der Region
Der Einsatz in Schwechat war nicht der einzige tierische Notfall, zu dem die niederösterreichischen Feuerwehren diese Woche ausrücken mussten. Bereits zuvor am selben Tag befreite dieselbe Feuerwehr eine Schlange aus dem Lichtschacht eines Einfamilienhauses; das Reptil wurde anschließend wieder in die Natur entlassen. Am Montag war in Mödling ein durchnässtes Rehkitz im Bachbett des Mödlingbaches entdeckt worden. Die Einsatzkräfte holten das junge Reh aus dem Wasser und informierten das zuständige Jagdaufsichtsorgan. Nach Rücksprache mit der Jägerschaft soll das Rehkitz nach Möglichkeit aufgepäppelt beziehungsweise weiter aufgezogen und später wieder ausgewildert werden.
- 7 Babykatzen: gerettet aus ausgelassenem Pool, ins Tierheim Brunn gebracht
- 1 Schlange: aus Lichtschacht geborgen, in die Natur entlassen
- 1 Rehkitz: aus Bachbett gerettet, Jägerschaft informiert
Was das für Bewohner und Tierheim bedeutet
Solche Einsätze unterstreichen die Bedeutung einer schnellen Meldung durch aufmerksame Anrainerinnen und Anrainer: Ohne die Beobachtung des anhaltenden Miauen wären die Kätzchen möglicherweise verendet. Für das Tierheim Brunn bedeuten plötzlich eingelieferte Jungtiere zusätzlichen Betreuungsaufwand – Aufpäppeln, medizinische Erstversorgung und die Organisation späterer Vermittlungen sind zeit- und personalintensiv. Für Anrainer hat der Vorfall eine praktische Seite: Verwilderte Grundstücke mit offenen Pools oder ungepflegten Wasserstellen können zur Gefahrenquelle für Jungtiere werden.
Was Betroffene wissen sollten
Wenn Sie in der Region ein offensichtlich hilfloses Wild‑ oder Haustier finden, sind dies die wichtigsten Schritte:
- Bei akuter Gefahr: örtliche Feuerwehr oder Polizei alarmieren.
- Keine unüberlegten Selbstmaßnahmen: besonders bei Wildtieren Vor- und Nachteile einer Berührung bedenken und gegebenenfalls Fachstellen hinzuziehen.
- Gefundene Hauskatzen oder Welpen: so möglich in warme, sichere Umgebung bringen und Tierheim oder Tierarzt informieren.
Die Berichte dieser Woche zeigen, dass Feuerwehr und Tierschutzorganisationen eng zusammenarbeiten müssen, um Jungtiere zu retten und ihre Versorgung zu gewährleisten. Für das Bezirkstierheim Brunn bedeutet die Aufnahme der sieben Kätzchen zusätzliche Verantwortung; die Vermittlung erfolgt nach tierärztlicher Erstversorgung und entsprechender Betreuung.
| Vorfall | Ort | Maßnahme |
|---|---|---|
| Babykatzen im Pool | auf verlassenem Grundstück (Schwechat‑Umgebung) | Fang mit Kescher, Transport ins Tierheim Brunn |
| Schlange im Lichtschacht | Einzelnes Einfamilienhaus | Befreiung, anschließende Freilassung |
| Rehkitz im Bachbett | Mödling (Mödlingbach) | Rettung, Verständigung der Jägerschaft |
Die lokale Bevölkerung ist aufgerufen, aufmerksam zu bleiben und im Zweifel Rettungskräfte oder Tierschutzstellen zu benachrichtigen. Solche Einsätze zeigen auch, wie anfällig junge Tiere in Siedlungsnähe sind – und wie wichtig koordinierte Hilfe ist, um Leben zu retten.