Waldfriedhof in Schrems: Genehmigung liegt vor, erste Beisetzungen noch heuer geplant
Die Stadtgemeinde Schrems wird im Herbst den ersten Waldfriedhof im Bezirk Gmünd eröffnen. Für die vorgesehene Naturbestattungsanlage sind sowohl der Bescheid des Landes als auch der Rodungsbescheid der Bezirkshauptmannschaft Gmünd eingetroffen, heißt es aus dem Gemeindeamt. Das Projekt nutzt ein bereits im Gemeindeeigentum stehendes Waldgrundstück in der Nähe des Vereinsbergs, angrenzend an den bestehenden Friedhof.
Die Fläche für den neuen Friedhofsteil umfasst rund 900 m². Planung und Eignungsprüfung übernahm Landschaftsarchitekt Gerhard Prähofer, der die Fläche als geeignet bestätigte. Die Gemeinde hat bereits Vorarbeiten vorgenommen: Ein Schotterweg erschließt das Gelände, die weiteren Maßnahmen stehen nun an.
- Zugangsweg: Bauhof errichtet einen Weg in das Waldstück
- Baumbestand: Zielgerichtete Durchforstung zur Schaffung des Verabschiedungsplatzes
- Verabschiedungsplatz: Naturnahe Gestaltung mit Beschilderung
- Urnen: Nur biologisch abbaubare Urnen sind zulässig
Zur Kostenstruktur erläuterte Bürgermeister David Süß, dass Interessenten für einen Beisetzungsplatz eine einmalige Gebühr von 1.000 Euro entrichten. Diese Gebühr beinhaltet eine Laufzeit von 30 Jahren für die Stelle. Pro Baum sind bis zu fünf Urnen vorgesehen. Als zeitlicher Zielpunkt für die ersten Bestattungen nennt die Gemeinde den Zeitraum ab Allerheiligen dieses Jahres.
"Der Bauhof wird einen Zugangsweg in den Wald hinein errichten. Danach muss der Baumbestand noch etwas durchforstet werden. Weiters wird ein naturnaher Verabschiedungsplatz entstehen und auch die notwendige Beschilderung muss aufgestellt werden."
Die Vorgaben zur Verwendung biologisch abbaubarer Urnen und zur Zahl der Beisetzungen pro Baum sind verbindlich und ergeben sich aus den behördlichen Bescheiden. Für Angehörige bedeutet das konkret: Planungssicherheit bei Kosten und Nutzungsdauer, Einschränkungen bei der Wahl der Urnenmaterialien sowie eine naturnahe Aufenthaltsqualität bei Verabschiedungen.
Aus kommunaler Sicht stellt die Anlage eine Ergänzung des bestehenden Friedhofsangebots dar und reagiert auf den Wunsch nach alternativen Bestattungsformen. Die Gemeinde betont, dass bereits vorbereitende Maßnahmen laufen und die baulichen Eingriffe bewusst auf ein Minimum beschränkt werden, um den Waldcharakter zu erhalten.
| Element | Angabe |
|---|---|
| Fläche | ~900 m² |
| Gebühr | 1.000 Euro (einmalig, 30 Jahre Laufzeit) |
| Urnen | Nur biologisch abbaubar, bis zu 5 Urnen pro Baum |
| Geplanter Beginn Bestattungen | ab Allerheiligen dieses Jahres |
Für Bürgerinnen und Bürger, die eine naturnahe Bestattung in Erwägung ziehen, ist die Gemeinde erste Anlaufstelle für nähere Informationen zu Ablauf, Kosten und Verfügbarkeit der Plätze. Verantwortliche aus dem Rathaus sowie Friedhofs-Stadträtin Gabriele Beer sind in die weiteren Schritte eingebunden. Die Gemeinde wird in den kommenden Wochen die konkreten Abläufe für Reservierung, Beschilderung und Zugänglichkeit kommunizieren.
Insgesamt schafft Schrems damit eine zusätzliche, ökologische Bestattungsmöglichkeit im Bezirk Gmünd. Die Kombination aus behördlichen Genehmigungen, vorbereiteter Erschließung und geplanter naturnaher Gestaltung legt den Fokus auf eine respektvolle und nachhaltige Form des Abschieds.