RUDERSDORF. Das neue Gewerbegebiet entlang der Schnellstraße S7 zwischen Rudersdorf und Deutsch Kaltenbrunn umfasst eine Fläche von rund 19 Hektar – genutzt wird davon bislang nur ein sehr kleiner Teil. In Betrieb sind derzeit die neue Autobahnpolizeistation und eine Ladestelle für Elektrofahrzeuge; zudem ist der Bau einer Betriebsstätte der ASFINAG geplant.
Warum bleibt die Fläche größtenteils ungenutzt?
Die zuständige Tochtergesellschaft der Landes-Wirtschaftsagentur führt laut Angaben fortlaufend Gespräche mit möglichen Investoren. Als Gründe für die bisher begrenzte Ansiedlung werden mehrere Faktoren genannt: Die Erschließung des gesamten Gebiets erfolgte erst im Herbst 2024, die S7 selbst war erst seit September 2025 durchgehend befahrbar, und viele Interessenten scheiterten an der Finanzierung ihrer Projekte.
"Wir wollen Betriebe, die in einem nennenswerten Umfang Arbeitsplätze und Wertschöpfung schaffen"
Dieses Kriterium wurde vonseiten der Landespolitik klar formuliert: Das Gebiet soll vorrangig Unternehmen anziehen, die dauerhafte Beschäftigung schaffen und damit auch kommunale Abgaben leisten. Deshalb würden beispielsweise eine Autowaschstraße, eine Tankstelle oder ein reines Logistiklager nicht den Vorgaben entsprechen.
Konkrete Bestandteile und ihre Bedeutung
Die derzeit vorhandenen Einrichtungen haben vor allem infrastrukturelle Bedeutung: Die Autobahnpolizeistation stärkt die Verkehrssicherheit auf der S7, die Ladeinfrastruktur hilft der Elektromobilität in der Region. Für die regionalen Arbeitsmärkte und die Gemeindefinanzen sind sie aber nur in begrenztem Maße ein wirtschaftlicher Impuls.
- Fläche des Gewerbegebiets: 19 Hektar
- In Betrieb: Autobahnpolizeistation, Ladestelle für Elektrofahrzeuge
- Geplantes Projekt: ASFINAG-Betriebsstätte
- Erschließung abgeschlossen: Herbst 2024
- S7 durchgehend befahrbar seit: September 2025
Für Gemeinden im Bezirk bedeutet das: Nur wenn Unternehmen angesiedelt werden, die Arbeitsplätze schaffen, wird auch die erhoffte zusätzliche Steuer- und Abgabenbasis entstehen. Andernfalls bleibt das Gebiet zwar eine infrastrukturelle Investition, liefert aber weniger direkte ökonomische Effekte vor Ort.
| Punkt | Status / Datum |
|---|---|
| Gesamtfläche | 19 Hektar |
| Erschließung abgeschlossen | Herbst 2024 |
| S7 durchgehend befahrbar | September 2025 |
| Aktuelle Ansiedlungen | Autobahnpolizeistation, Ladestelle |
| Geplante Einrichtung | ASFINAG-Betriebsstätte |
Ausblick und Bedeutung für Anrainer
Die Landes-Wirtschaftsagentur bleibt aktiv im Dialog mit Interessenten. Ausschlaggebend für weitere Ansiedlungen werden neben der Finanzierungskompetenz der Unternehmen vor allem deren Eignung in Bezug auf das politische Ziel sein: nachhaltige Beschäftigungswirkung und Wertschöpfung im Bezirk. Für Anrainer bedeutet das, dass kurzfristig keine großflächigen neuen Gewerbebetriebe zu erwarten sind, wohl aber infrastrukturelle Ergänzungen und punktuelle Projekte.
Entscheidend bleibt, wie schnell konkrete Investoren mit passenden Konzepten gefunden werden. Solange größere Betriebe ausbleiben, bleibt der wirtschaftliche Effekt auf Beschäftigung und Gemeindeeinnahmen begrenzt.