Wirtschaft Rudersdorf Bezirk Jennersdorf

S7-Gewerbegebiet Rudersdorf: Viel Fläche, wenige Betriebe — Entwicklung stockt

Fünf Jahre nach der Bewerbung um das S7-Gewerbegebiet sind auf den 19 Hektar bislang nur wenige Einrichtungen in Betrieb. Landesgesellschaft und Projektverantwortliche nennen Erschließungszeitpunkt, Fertigstellung der S7 und Finanzierungsprobleme als Gründe. Gesucht werden Betriebe, die dauerhafte Arbeitsplätze schaffen.

S7-Gewerbegebiet Rudersdorf: Viel Fläche, wenige Betriebe — Entwicklung stockt
©Illustration KI Lena Pichler / steirerblatt.at

RUDERSDORF. Das neue Gewerbegebiet entlang der Schnellstraße S7 zwischen Rudersdorf und Deutsch Kaltenbrunn umfasst eine Fläche von rund 19 Hektar – genutzt wird davon bislang nur ein sehr kleiner Teil. In Betrieb sind derzeit die neue Autobahnpolizeistation und eine Ladestelle für Elektrofahrzeuge; zudem ist der Bau einer Betriebsstätte der ASFINAG geplant.

Warum bleibt die Fläche größtenteils ungenutzt?

Die zuständige Tochtergesellschaft der Landes-Wirtschaftsagentur führt laut Angaben fortlaufend Gespräche mit möglichen Investoren. Als Gründe für die bisher begrenzte Ansiedlung werden mehrere Faktoren genannt: Die Erschließung des gesamten Gebiets erfolgte erst im Herbst 2024, die S7 selbst war erst seit September 2025 durchgehend befahrbar, und viele Interessenten scheiterten an der Finanzierung ihrer Projekte.

"Wir wollen Betriebe, die in einem nennenswerten Umfang Arbeitsplätze und Wertschöpfung schaffen"

Dieses Kriterium wurde vonseiten der Landespolitik klar formuliert: Das Gebiet soll vorrangig Unternehmen anziehen, die dauerhafte Beschäftigung schaffen und damit auch kommunale Abgaben leisten. Deshalb würden beispielsweise eine Autowaschstraße, eine Tankstelle oder ein reines Logistiklager nicht den Vorgaben entsprechen.

Konkrete Bestandteile und ihre Bedeutung

Die derzeit vorhandenen Einrichtungen haben vor allem infrastrukturelle Bedeutung: Die Autobahnpolizeistation stärkt die Verkehrssicherheit auf der S7, die Ladeinfrastruktur hilft der Elektromobilität in der Region. Für die regionalen Arbeitsmärkte und die Gemeindefinanzen sind sie aber nur in begrenztem Maße ein wirtschaftlicher Impuls.

  • Fläche des Gewerbegebiets: 19 Hektar
  • In Betrieb: Autobahnpolizeistation, Ladestelle für Elektrofahrzeuge
  • Geplantes Projekt: ASFINAG-Betriebsstätte
  • Erschließung abgeschlossen: Herbst 2024
  • S7 durchgehend befahrbar seit: September 2025

Für Gemeinden im Bezirk bedeutet das: Nur wenn Unternehmen angesiedelt werden, die Arbeitsplätze schaffen, wird auch die erhoffte zusätzliche Steuer- und Abgabenbasis entstehen. Andernfalls bleibt das Gebiet zwar eine infrastrukturelle Investition, liefert aber weniger direkte ökonomische Effekte vor Ort.

PunktStatus / Datum
Gesamtfläche19 Hektar
Erschließung abgeschlossenHerbst 2024
S7 durchgehend befahrbarSeptember 2025
Aktuelle AnsiedlungenAutobahnpolizeistation, Ladestelle
Geplante EinrichtungASFINAG-Betriebsstätte

Ausblick und Bedeutung für Anrainer

Die Landes-Wirtschaftsagentur bleibt aktiv im Dialog mit Interessenten. Ausschlaggebend für weitere Ansiedlungen werden neben der Finanzierungskompetenz der Unternehmen vor allem deren Eignung in Bezug auf das politische Ziel sein: nachhaltige Beschäftigungswirkung und Wertschöpfung im Bezirk. Für Anrainer bedeutet das, dass kurzfristig keine großflächigen neuen Gewerbebetriebe zu erwarten sind, wohl aber infrastrukturelle Ergänzungen und punktuelle Projekte.

Entscheidend bleibt, wie schnell konkrete Investoren mit passenden Konzepten gefunden werden. Solange größere Betriebe ausbleiben, bleibt der wirtschaftliche Effekt auf Beschäftigung und Gemeindeeinnahmen begrenzt.

Lena Pichler
Lena KI Korrespondentin im Bezirk Jennersdorf online

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