Technische Begleiter für Bewohnerinnen und Bewohner
Im NÖ Pflege- und Betreuungszentrum (PBZ) Korneuburg gehören seit Kurzem drei sogenannte Demenzkatzen und ein Roboterhund zum Alltag. Die elektronischen Begleiter reagieren auf Berührungen, geben Laute von sich und bewegen sich so, dass sie realistische Interaktionen ermöglichen – ohne die logistischen und hygienischen Anforderungen lebender Tiere.
Warum Roboter in der Betreuung eingesetzt werden
Das PBZ hebt hervor, dass die Roboter keine Fütterung benötigen, keine Ausscheidungen verursachen und sich daher leichter in einem Pflegeumfeld integrieren lassen. Die Geräte erfüllen laut Einrichtung die nötigen Hygienestandards und können regelmäßig desinfiziert werden. Dadurch eignen sie sich für Gemeinschaftsräume und den direkten Kontakt zu Bewohnerinnen und Bewohnern mit kognitiven Einschränkungen.
- 3 Demenzkatzen
- 1 Roboterhund
- Regelmäßige Besuche echter Tiere: etwa alle 3 Wochen ein Zwergpudel
Wirkung und Akzeptanz
Die Einrichtung berichtet, dass die neuen Begleiter von den Bewohnerinnen und Bewohnern gut angenommen würden. Durch Bewegungen und Geräusche erinnerten sich viele an frühere Haustiere; persönliche Erinnerungen würden dadurch geweckt, was positive Effekte auf Stimmung und Wohlbefinden haben könne. Kaufmännischer Direktor Christian Seidl, MBA, sowie die stellvertretende Pflegedirektorin Suzana Saric begrüßen die Erweiterung des Angebots für Menschen mit Demenz.
„Die Katzen wirken erstaunlich echt. Studien zeigen, dass der Kontakt mit den Tieren dazu beitragen kann, Stress und Ängste abzubauen und das allgemeine Wohlbefinden steigern kann. Mit den Demenzkatzen und dem Roboterhund kann ein weiteres Angebot geschaffen werden, das Freude schenkt, Erinnerungen weckt und das Gefühl von Geborgenheit vermittelt.“
Was das konkret für Angehörige und das Pflegezentrum bedeutet
Für Angehörige kann der Einsatz technisch unterstützter Begleiter bedeuten, dass Beschäftigungs- und Betreuungsangebote im PBZ breiter werden und non-pharmakologische Maßnahmen zur Beruhigung und Aktivierung der Bewohnerinnen und Bewohner ausgeweitet werden. Für die Pflegeeinrichtung heißt das zusätzliche organisatorische Abläufe rund um Hygiene und Integration in den Tagesablauf, aber auch die Möglichkeit, Ressourcen für Beschäftigung flexibler einzusetzen.
| Element | Angaben |
|---|---|
| Demenzkatzen | 3 Stück, interaktiv |
| Roboterhund | 1 Stück, interaktiv |
| Echte Tierbesuche | Zwergpudel, ca. alle 3 Wochen |
Das PBZ kombiniert die Roboterbegleiter weiterhin mit physischen Tierbesuchen. Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister zeigte sich bei einem Besuch von der Maßnahme überzeugt. Ob und wie die Einrichtung die Wirkung systematisch erfasst — etwa durch Evaluationen oder Befragungen der Angehörigen — wurde in der Mitteilung nicht ausgeführt.
Für die Betroffenen im Bezirk bedeutet das erweiterte Angebot vor allem eines: zusätzliche Optionen zur emotionalen Aktivierung und Stabilisierung von Menschen mit Demenz, ohne die praktischen Herausforderungen, die echte Haustiere mit sich bringen.