Gemeinden alarmiert: Sicherheit und Infrastruktur stehen auf dem Spiel
Im Freibad Wald- und Sonnenbad St. Johann in der Haide haben die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister von St. Johann in der Haide, Neudau, Lafnitz und Rohrbach an der Lafnitz bei einem Pressetermin auf einen doppelten Missstand hingewiesen: Die Zahl der Menschen, die nicht schwimmen können, nehme zu, gleichzeitig geraten die Gemeinden finanziell in Bedrängnis, um ihre Freibäder zu erhalten.
Die Verantwortlichen machten deutlich, dass Schwimmkompetenz eine grundlegende Fähigkeit sei und das Fehlen dieser Fertigkeit neben einem Anstieg von Badeunfällen ein ernstzunehmendes Sicherheitsproblem darstelle. Freibäder seien darüber hinaus mehr als reine Freizeitangebote: Sie fungierten als soziale Treffpunkte – besonders in Regionen, in denen Gaststätten und Kaffeehäuser seltener geworden sind – und erfüllten im Sommer angesichts steigender Temperaturen eine wichtige Kühlfunktion.
"Wir können nicht immer nur die Gemeinden alles schultern lassen. Freibäder sind ein wesentlicher Bestandteil der Kommunalinfrastruktur, ein Treffpunkt für Jung und Alt. Wenn wir das erhalten wollen, brauchen wir dafür auch Unterstützung vom Land"
Finanzielle Lage und Konsequenzen
Die Bürgermeister betonten, dass viele Freibäder als Abgangsbetriebe geführt werden: Die laufenden Betriebskosten können oft gedeckt werden, doch für notwendige Investitionen – etwa für Reparaturen, Sanierungen oder sicherheitsrelevante Aufrüstungen – fehlen den Gemeinden meist die Mittel. Ohne zusätzliche Förderungen drohen langfristig Schließungen oder Einschränkungen bei Öffnungszeiten und Angeboten.
- Öffentliche Sicherheit: Mehr Nichtschwimmer erhöht das Risiko von Badeunfällen.
- Soziales Leben: Freibäder als Treffpunkte für Jung und Alt geraten in Gefahr.
- Klimaausgleich: Bei Hitzewellen fehlen Rückzugsorte zur Abkühlung.
Regionale Zusammenarbeit und Maßnahmen
Als Reaktion auf die Lage wurde bereits eine Kooperation mit der ASKÖ Burgenland in Lafnitz angesprochen (Quelle: Pressetermin). Der konkrete Umfang dieser Zusammenarbeit und mögliche Angebote wie Schwimmkurse wurden beim Termin erwähnt, aber nicht im Detail ausgeführt. Bei der Forderung der Bürgermeister steht jedoch klar die Erwartung an das Land im Vordergrund: Kommunen können die Kosten für Infrastruktur und flächendeckende Schwimmausbildung nicht allein tragen.
Für Eltern und Erziehungsberechtigte in der Region bedeutet die Entwicklung konkret: Möglichst früh Schwimmkurse zu buchen, da die Nachfrage steigt; lokale Gemeinden nach Kursangeboten und Fördermöglichkeiten zu fragen; und sich über saisonale Öffnungszeiten der Bäder zu informieren, da finanzielle Engpässe zu Einschränkungen führen können.
Übersicht: Betroffene Gemeinden und Themen
| Gemeinde | Erwähnte Themen |
|---|---|
| St. Johann in der Haide | Austragungsort des Pressetermins, Freibadbetrieb |
| Neudau | Steigende Nichtschwimmerzahlen, Freibad-Finanzierung |
| Lafnitz | Kooperation mit ASKÖ Burgenland, Schwimmkurse |
| Rohrbach an der Lafnitz | Bürgermeister nicht anwesend, Anliegen vertreten |
Die Debatte um die finanzielle Absicherung und das Angebot an Schwimmkursen wird in den kommenden Wochen und Monaten ein Thema bleiben, da sie unmittelbar die Sicherheit und Lebensqualität im Bezirk beeinflusst. Die Bürgermeister sehen in einer landesweiten Unterstützung einen zentralen Schritt, um Freibäder als kommunale Infrastruktur, Treffpunkte und sichere Orte für Kinder und Erwachsene zu erhalten.