Ein Arbeitsunfall bei der Zwiebelernte im Gemeindegebiet von Arnoldstein endete am Vormittag des 1. August für einen 31-jährigen Mann aus Villach im Krankenhaus. Nach Angaben der Polizei versuchte der Mann offenbar, eine Verstopfung am Förderband einer Erntemaschine händisch zu beseitigen, als seine Hand in das Band geriet und er sich nicht mehr selbst befreien konnte.
Einsatzlage und Rettungsmaßnahmen
Die Lebensgefährtin des Verunfallten stellte die Maschine sofort ab und alarmierte den Notruf. In der Folge rückten mehrere Feuerwehren an, um den Mann aus der Maschine zu befreien. Nach rund einer Stunde gelang die Befreiung durch die Feuerwehr Arnoldstein gemeinsam mit den Einheiten Fürnitz und Siebenbrünn/Riegersdorf.
"Dabei geriet er mit der Hand in das Förderband und konnte sich nicht mehr selbst befreien."
Nach der medizinischen Erstversorgung vor Ort wurde der 31-Jährige mit dem Rettungshubschrauber RK1 und Verletzungen unbestimmten Grades ins UKH Klagenfurt geflogen.
Bedeutung für Landwirte und Arbeitssicherheit
Der Vorfall verweist auf die Risiken bei der Feldarbeit, insbesondere beim Eingreifen in laufende Maschinen. Sicherheitsstandards verlangen, dass Maschinen vor Arbeiten an Förderbändern oder anderen beweglichen Teilen vollständig stillgesetzt und gegen unbeabsichtigtes Wiederanlaufen gesichert werden. Für Betriebe und Mitarbeitende im Bezirk Villach-Land bietet der Fall eine dringende Erinnerung an geltende Schutzmaßnahmen und die Notwendigkeit von Schulung und geeigneter Schutzausrüstung.
Praktische Hinweise für Betroffene und Betriebe
- Maschinen vor Wartungs- oder Störungsbehebungsarbeiten immer komplett abschalten und gegen Wiedereinschalten sichern.
- Nur geschultes Personal an Maschinen arbeiten lassen; Handschuhe und persönliche Schutzausrüstung nach Betriebsanleitung verwenden.
- Bei Betriebsunfällen sofort Notruf wählen und Unfallstelle sichern, um Folgeunfälle zu verhindern.
Der Vorfall wird von der Polizei dokumentiert; nähere Details zu Unfallursache und Verletzungsgrad wurden bislang nicht veröffentlicht. Für die Menschen in der Region bleibt die Erinnerung an die hohen Anforderungen an Arbeitssicherheit auf Feldern und in Erntebetrieben von unmittelbarer Relevanz.
| Datum | Ereignis |
|---|---|
| 1. August | Hand gerät in Förderband bei Zwiebelernte (Arnoldstein) |
| Nach rund 1 Stunde | Befreiung durch FF Arnoldstein, Fürnitz, Siebenbrünn/Riegersdorf |
| Unmittelbar danach | Transport mit Rettungshubschrauber RK1 ins UKH Klagenfurt |
Für Rückfragen an lokale Behörden oder Sicherheitsberater stehen die örtlichen Feuerwehren, die Polizeiinspektion und landwirtschaftliche Beratungsstellen zur Verfügung. Die genaue Unfallursache bleibt Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen.