Die Jubiläumsproduktion der Passionsspiele St. Margarethen ist am vergangenen Wochenende mit der 17. und letzten Vorstellung zu Ende gegangen. Laut Veranstaltern verfolgten in diesem Jahr rund 27.000 Besucherinnen und Besucher die Aufführung „Mirjam – Stark wie der Tod ist die Liebe“ im Steinbruch von St. Margarethen. Das entspricht einem Zuwachs von etwa 40 Prozent gegenüber der letzten großen Inszenierung 2022.
Neuinterpretation zum Jubiläum
Zur Feier des 100-jährigen Bestehens der Passionsspiele wurde die vertraute Erzählung von Leben, Leiden, Tod und Auferstehung Jesu erstmals aus weiblicher Perspektive dargestellt. Im Zentrum stand die Figur Mirjam (Maria Magdalena), die in der Inszenierung zwei Jahrzehnte nach den Ereignissen auf Jesu Wirken zurückblickt. Der neue Passionstext stammt von Spielleiter und Pfarrer Richard Geier, die Regie und das Bühnenbild verantwortete Manfred Waba, die Musik komponierte Albin Rudisch.
Bilanz und Bedeutung für die Region
Die deutlich gestiegenen Besucherzahlen dokumentieren eine starke Resonanz auf den mutigen Zugang zur Passionsgeschichte. Für den Tourismus und das lokale Gewerbe im Umfeld des Steinbruchs bedeutet eine solche Besucherfrequenz Werbung für die Gemeinde und zusätzliche Einnahmen in den Sommermonaten. Für das kirchliche und kulturelle Leben im Bezirk ist die Neudeutung ein Signal, dass traditionelle Formate durch neue Perspektiven ein größeres, auch jüngeres Publikum ansprechen können.
„27.000 Besucher:innen konnten wir mit unserer doch etwas gewagten Neuinterpretation der Geschichte Jesu begeistern. Wir konnten ihnen die Geschichte Jesu näherbringen und in Gestalt der Mirjam auch den Frauen in der Kirche ein Stück weit eine Stimme geben“, so Geier.
Der Abschluss der Passionsspiele markiert zugleich einen persönlichen Einschnitt: Geier verlässt die Pfarre St. Margarethen Ende August und übernimmt künftig die Pfarre Pinkafeld. Seine Nachfolge in St. Margarethen tritt am 1. September Julian Heissenberger an.
Was das für Interessierte bedeutet
Für Besucherinnen und Besucher, die die heurige Inszenierung verpasst haben, ist es ratsam, die Programme der nächsten Passionsspiele frühzeitig zu beobachten: Das gestiegene Interesse könnte zu einer höheren Nachfrage bei Karten führen. Lokale Anbieter von Gastronomie und Dienstleistungen sollten sich auf mögliche Nachfrageanstiege bei künftigen Spielzeiten einstellen und frühzeitig Kapazitäten planen.
- Vorstellungen: 17
- Besucherinnen und Besucher: ca. 27.000
- Vergleich zu 2022: rund +40 %
- Autor des Passionstextes: Richard Geier
- Regie/Bühnenbild: Manfred Waba
- Musik: Albin Rudisch
| Kenngröße | Wert |
|---|---|
| Vorstellungen | 17 |
| Besucher | ~27.000 |
| Wachstum gegenüber 2022 | ~40 % |