Im Bezirk Urfahr‑Umgebung haben sich mit Oberneukirchen und Walding zwei weitere Gemeinden dem Netzwerk der Bienenfreundlichen Gemeinden angeschlossen. Die Auszeichnung erfolgte im Rahmen des diesjährigen Bienenfests, bei dem zugleich langjähriges Engagement gewürdigt wurde: Altenberg erhielt eine Ehrung für sein fünfjähriges Mitwirken.
Was bedeutet die Mitgliedschaft?
Gemeinden, die dem Netzwerk beitreten, verpflichten sich zu konkreten Maßnahmen im öffentlichen Raum. Dazu zählen der Verzicht auf Pflanzenschutzmittel auf kommunalen Flächen, die gezielte Pflanzung bienenfreundlicher Arten und Aktionen zur Sensibilisierung der Bevölkerung. Insgesamt engagieren sich laut Ausrichter bereits mehr als 140 Gemeinden landesweit.
Warum das wichtig ist
Bestäuberinsekten spielen eine zentrale Rolle für Nahrungsmittelproduktion und Artenvielfalt. Ohne funktionierende Bestäubung würden viele Kulturpflanzen stark betroffen sein. Die Kommunen gelten dabei als Vorreiter, weil sie öffentliche Grünflächen modellhaft umgestalten können und damit niedrigschwellige Beispiele für Private schaffen.
„Ich finde es beeindruckend, wie engagiert sich die ausgezeichneten Gemeinden für den Schutz und Erhalt der Bienen und Insekten einsetzen und ihre Orte zum Aufblühen bringen. Unsere Bienenfreundlichen Gemeinden sind Vorbilder im Einsatz für mehr Vielfalt, und beweisen, dass es auch ohne Umweltgifte geht.“
Die zitierte Würdigung stammt von Umwelt‑ und Klima‑Landesrat Stefan Kaineder, der die Bedeutung der Initiative für Arten- und Bodenschutz hervorhob.
- Neu aufgenommen: Oberneukirchen, Walding
- Für fünf Jahre Engagement geehrt: Altenberg
- Landesweit beteiligen sich mehr als 140 Gemeinden
Für die Bewohnerinnen und Bewohner im Bezirk bedeutet das konkret: kommunale Blumenwiesen statt kurz geschnittener Rasenflächen, weniger Einsatz von chemischen Mitteln und verstärkte Öffentlichkeitsarbeit zu bienenfreundlichen Hausgärten. Wer selbst aktiv werden möchte, kann bei seiner Gemeinde nachfragen, welche Flächen bereits umgestaltet wurden und ob es Pflanzlisten oder Mitmachaktionen gibt.
| Thema | Detail |
|---|---|
| Anzahl Gemeinden landesweit | mehr als 140 |
| Neu im Bezirk | Oberneukirchen, Walding |
| Für 5 Jahre geehrt | Altenberg |
Die Initiative führt Kommunen unterschiedlichster Größe zusammen und setzt dabei auf einfache, praktikable Maßnahmen mit hoher Wirkung für die lokale Biodiversität. Für Gemeindepolitik und lokale Bauhöfe ergibt sich daraus die Herausforderung, Pflegepläne anzupassen und die Bevölkerung mitzunehmen. Praktisch bedeutet das unter anderem: längere Mahdintervalle, Anlage von Blühstreifen und Verzicht auf systemische Pflanzenschutzmittel auf kommunalen Flächen.
Für Nachfragen oder Informationen zu konkreten Projekten im Bezirk empfiehlt es sich, direkt die Gemeinden Oberneukirchen, Walding oder Altenberg zu kontaktieren oder die Website des Bodenbündnisses Oberösterreich zu besuchen, das das Netzwerk begleitet und Gemeinden bei der Umsetzung unterstützt.