Prävention und Anlaufstelle beim Kirchtag
Beim diesjährigen Villacher Kirchtag setzt das Frauenbüro der Stadt erneut ein deutliches Zeichen gegen sexuelle Belästigung: Unter dem Motto „Nur Ja heißt Ja“ gibt es in der ehemaligen Khevenhüllerschule eine eigene Anlaufstelle mit professionellen Beraterinnen für Betroffene. Das Angebot ist zeitlich auf die Festtage abgestimmt und soll schnell und vertraulich Unterstützung bieten.
Was das Angebot umfasst
Die Initiative richtet sich an Menschen, die am Kirchtag Grenzüberschreitungen oder Belästigungen erlebt haben und kurzfristig Beratung benötigen. Die Stadt betont, dass die Anlaufstelle ein niederschwelliges Beratungsangebot zur ersten Unterstützung ist; bei körperlichen Übergriffen bleibt die Polizei weiterhin die erste Kontaktadresse.
- Ziel: Sensibilisieren, Aufklären, Unterstützung Betroffener
- Ort: ehemalige Khevenhüllerschule
- Zeitraum: 28. Juli bis 1. August
- Angebot: vertrauliche Beratung durch Fachpersonal
„Wir lachen, tanzen, flirten, feiern und lieben diese überbordende Lebensfreude in unserer Stadt. Wer feiert, respektiert aber auch Grenzen und dabei ist jegliche Form der Belästigung ein No-Go“,
so Vizebürgermeisterin und Frauenreferentin Gerda Sandriesser in der Vorankündigung. Die Botschaft der Kampagne macht klar: Nur eine eindeutige Zustimmung ist ein Ja, alles andere gilt als Nein. Damit werde die Verantwortung für Konsens ausdrücklich bei den Täter:innen verortet, erklärte die Frauenbeauftragte Alisa Herzog.
Öffnungszeiten der Anlaufstelle
Die Stadt hat konkrete Öffnungszeiten bekanntgegeben; sie orientieren sich an den Abend- und Nachtstunden des Festbetriebs:
| Datum | Öffnungszeiten |
|---|---|
| 28. Juli (Di) | 20:00–24:00 |
| 29. Juli (Mi) | 20:00–01:00 |
| 30. Juli (Do) | 20:00–01:00 |
| 31. Juli (Fr) | 20:00–02:00 |
| 1. August (Sa) | 20:00–02:00 |
Bedeutung für Besucherinnen und Besucher in Villach
Für Menschen, die den Kirchtag besuchen, bedeutet das Angebot eine zusätzliche Schutzmöglichkeit: Betroffene finden vor Ort rasche, vertrauliche Beratung und werden bei Bedarf an weiterführende Hilfsstellen verwiesen. Die Maßnahme soll außerdem präventiv wirken, indem sie klare Verhaltensregeln formuliert und Verantwortlichkeit beim Fehlverhalten betont.
Die Stadt weist darauf hin, dass solche präventiven Maßnahmen seit Jahren Teil der Strategie sind, Gewalt gegen Frauen und sexualisierte Übergriffe bei Großveranstaltungen zu reduzieren. Die Anlaufstelle ergänzt polizeiliche Maßnahmen und bietet einen geschützten Raum, damit Vorfälle nicht bagatellisiert werden.