Auszeichnung im Landhaus für Projekt zum digitalen Verzicht
Im Landhaus in St. Pölten sind am 22. Juli Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte des BG/BRG Neunkirchen von Landeshauptfrau Johanna Mikl‑Leitner empfangen worden. Anlass war die Teilnahme an dem schulischen Projekt „Handyfreie Zeit“, das von Direktor Andreas Ruhs initiiert wurde und an der sich mehr als 50 Schülerinnen und Schüler beteiligten.
Die Jugendlichen hatten sich in unterschiedlichem Umfang dazu verpflichtet, das Smartphone bzw. soziale Netzwerke für eine Woche bis hin zur Dauer bis zu den Herbstferien nicht zu nutzen. Die Einladung zur Führung durch das Regierungsviertel war eine Anerkennung für das Engagement und das Durchhaltevermögen der Teilnehmenden.
Ziele und Begründung des Projekts
Das Projekt, angeregt durch die ORF‑Dokumentation „21 Tage ohne Smartphone“, hatte zum Ziel, einen bewussteren Umgang mit digitalen Medien zu erproben und dadurch Freiräume für persönliche Begegnungen, Konzentration und Freizeitaktivitäten zu schaffen. In ihrer Ansprache hob Landeshauptfrau Mikl‑Leitner den Bedarf an Medienkompetenz hervor:
„Die Digitalisierung bringt viele Chancen mit sich, gleichzeitig braucht es aber auch einen verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien. Gerade junge Menschen sind heute permanent mit Informationen, Nachrichten und sozialen Netzwerken konfrontiert. Umso wichtiger ist es, bewusst Zeiten zu schaffen, in denen das Smartphone in den Hintergrund rückt und echte Begegnungen, Bewegung oder konzentriertes Lernen wieder mehr Raum bekommen.“
Die Landespolitik würdigte damit nicht nur die persönliche Leistung der Jugendlichen, sondern auch die pädagogische Initiative der Schule, digitale Nutzung kritisch und praktisch zu reflektieren.
Konkrete Auswirkungen für den Schulalltag in Neunkirchen
Für Eltern und Lehrkräfte im Bezirk ist die Aktion ein Beispiel für einen praxisorientierten Zugang zur Medienerziehung. Das Experiment liefert Hinweise darauf, wie Schülerinnen und Schüler ihre Konzentrationsfähigkeit und soziale Interaktion jenseits digitaler Vermittlung erleben. Die dokumentierten Erfahrungen können als Grundlage für weitere schulische Maßnahmen zur Förderung von Medienkompetenz dienen.
- Teilnehmerinnen und Teilnehmer: mehr als 50 Schülerinnen und Schüler sowie einzelne Lehrkräfte
- Initiator: Direktor Andreas Ruhs
- Zeitraum der Selbstbeschränkung: eine Woche bis zu den Herbstferien
- Anerkennung: Führung durch das Regierungsviertel und Empfang im Landhaus
| Aspekt | Angabe |
|---|---|
| Schule | BG/BRG Neunkirchen |
| Teilnehmer | mehr als 50 |
| Initiator | Direktor Andreas Ruhs |
| Anerkennung | Empfang und Führung im Landhaus |
Für den Bezirk Neunkirchen zeigt die Aktion, dass Schulen zunehmend eigene Wege suchen, um Medienbildung praktisch umzusetzen. Ob und in welcher Form das BG/BRG die Aktion wiederholt oder andere Schulen ähnliche Projekte übernehmen, bleibt zu beobachten. Die Anerkennung im Landhaus betont jedoch die Relevanz solcher Initiativen auf überregionaler Ebene.
Die mittel- bis langfristige Wirkung solcher Projekte ist von lokalem Interesse: Sie betreffen Lernbedingungen, Unterrichtsorganisation und die Fragen, wie Jugendliche in Neunkirchen kompetent und selbstbestimmt mit digitalen Medien umgehen können.