Musikalisches Denkmal für Pfarrer Jude Uzukwu
Am 21. Juni wäre der verstorbene Pfarrer Jude Uzukwu 55 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass erklang in der Pfarrkirche Hörersdorf erstmals die eigens komponierte „Messe für Jude“. Die Uraufführung gestalteten der Hörersdorfer Chor HORCH und Mitglieder des Musik- und Gesangsvereins Asparn an der Zaya.
Das Werk stammt in Text und Musik von Tanja Beranek. Sie schrieb die Messe für einen vierstimmigen Chor, Klavier und Solovioline und begleitete die Aufführung selbst am Klavier. Den Solopart spielte die mehrfach ausgezeichnete Geigerin Sophia Hahn, Mitglied der Vereinigten Bühnen Wien.
Beranek erklärte, es sei ihr besonders wichtig gewesen, den Verstorbenen musikalisch "mitzunehmen". Deshalb ist gleich zu Beginn das Lieblingslied Uzukwus, „Amazing Grace“, eingebettet und wird während des Eröffnungsgesangs mehrfach aufgegriffen. Zudem vertonte die Komponistin ein für Uzukwu bedeutendes Gebet als Zwischengesang.
„Für mich war klar, dass Jude mit euch mitsingt!“
Mit diesen Worten fasste Pfarrer Johannes Cornaro, der an der Gedenkmesse teilnahm, die Stimmung in der Kirche zusammen. Für Chor und Gottesdienstbesucherinnen sowie -besucher wurde die Uraufführung zu einem emotionalen Erlebnis; Uzukwu bleibt in seiner Pfarre weiter sehr vermisst.
Bedeutung für das Gemeindeleben und nächste Termine
Die neue Messe ist mehr als ein einmaliges Andenken: Sie stellt ein musikalisches Erinnerungsstück dar, das in mehreren Pfarren hörbar gemacht wird und so die Trauerarbeit über Gemeinden hinweg unterstützt. Für Chöre und Kirchen in der Umgebung bietet die Komposition zugleich ein neues Repertoirestück, das lokale Aufführungen verbindet.
- Komponistin: Tanja Beranek (Text und Musik)
- Besetzung: vierstimmiger Chor, Klavier, Solovioline; Solistin Sophia Hahn
- Erstaufführung: Pfarrkirche Hörersdorf (21. Juni / Uraufführung am 21. Juni)
Folgende weitere Aufführungen sind angekündigt:
| Datum | Ort |
|---|---|
| 6. September 2026 | Pfarrkirche Wildendürnbach |
| 25. Oktober 2026 | Stadtpfarrkirche Mistelbach |
Für Interessierte in der Region bedeutet das: Wer die Uraufführung verpasst hat, hat noch zwei Gelegenheiten, die Gedenkmesse im Bezirk Mistelbach zu hören. Gemeinden, Chöre und Gemeindemitglieder, die an einer eigenen Aufführung interessiert sind, könnten Kontakt zu den beteiligten Musikgruppen oder zur Komponistin suchen, um Aufführungsrechte und Notenmaterial zu klären.
Die Aufführung ist ein sichtbares Beispiel dafür, wie lokales Musikleben, kirchliche Trauerkultur und Ehrenamtliche gemeinsam Erinnerung lebendig halten. Für viele in der Pfarre bleibt die neue Messe ein wichtiger Beitrag zur Bewahrung des Andenkens an Pfarrer Uzukwu.