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Nach Festivals in Eisenstadt: Vorwürfe über teils dreifach höhere Taxipreise

Mehrere Veranstaltungsbesucher berichten von exorbitanten Taxoforderungen nach nächtlichen Heimfahrten. Betroffen sind vor allem Fahrten rund um Events in Eisenstadt und dem Nordburgenland; Verdacht: auswärtige Lenker verlangen deutlich mehr als lokale Anbieter.

Nach Festivals in Eisenstadt: Vorwürfe über teils dreifach höhere Taxipreise
©Illustration KI Anna Gruber / steirerblatt.at

Mehrere Schilderungen über angeblich überhöhte Taxopreise nach nächtlichen Events haben in den vergangenen Wochen Diskussionen in und um Eisenstadt ausgelöst. Nach Angaben der Betroffenen wurden bei Fahrten nach Veranstaltungen Forderungen genannt, die deutlich über üblichen Orts- und Tarifpreisen liegen sollen. Die Fälle betreffen vorrangig Gäste, die spät in der Nacht eine Heimfahrt oder eine Unterkunft erreichen wollten.

Konkrete Vorwürfe aus mehreren Orten

Aus den Berichten lassen sich drei prägnante Fälle rekonstruieren, in denen jeweils deutlich unterschiedliche Preise genannt wurden:

  • Nach dem Event „Lovely Day“ im Schlosspark Esterházy in Eisenstadt wollten zwei Ehepaare gegen 1 Uhr gemeinsam nach Rust fahren. Ein Lenker soll hierfür 70 Euro pro Person verlangt haben; die Fahrgäste stiegen aus und nahmen später ein anderes Taxi, das dieselbe Strecke mit 38 Euro berechnete.
  • Nach dem „Kirschencocktail“ in Donnerskirchen berichteten zwei Frauen, dass ihnen zunächst 70 Euro für eine Fahrt nach St. Georgen genannt wurden. Auch hier wechselten die Fahrgäste das Taxi und zahlten letztlich 35 Euro.
  • Ein dritter Vorfall betrifft zwei Jugendliche, die am 6. Juni gegen 2.30 Uhr von Eisenstadt nach Donnerskirchen fuhren. Laut Schilderung soll der Lenker eines Taxis mit Kennzeichen aus Wiener Neustadt unterwegs einen weiteren Fahrgast aufgenommen und Umwege gemacht haben. Am Ziel verlangte er zunächst 70 Euro, reduzierte nach Protest auf 60 Euro; eine Quittung sei nicht ausgestellt worden.
Datum / VeranstaltungRoutegemeldeter Preistatsächlich bezahlt
Lovely Day (Schlosspark Esterházy)Eisenstadt → Rust70 € p.P.38 €
KirschencocktailDonnerskirchen → St. Georgen70 €35 €
6. Juni (nachts)Eisenstadt → Donnerskirchen70 € → 60 €keine Quittung angegeben

Wer ist betroffen — und was sagen Branchenvertreter?

Laut den Schilderungen sollen zumindest einzelne beteiligte Fahrzeuge Kennzeichen aus Wien oder Niederösterreich getragen haben. Betroffene berichten, dass es sich um auswärtige Lenker gehandelt habe, die an Veranstaltungen Fahrgäste aufnahmen und höhere Preise verlangten als ortsübliche burgenländische Taxiunternehmen.

„Man hört das immer wieder von auswärtigen Taxis – aus Niederösterreich, Wien, aber auch aus de“

Dieses unvollständig wiedergegebene Zitat stammt aus einer Stellungnahme, die die Problematik als bekannt beschreibt. Ein Vertreter der Wirtschaftskammer Burgenland bestätigte, dass entsprechende Hinweise in der Branche die Runde machen. Bewiesen sind die Einzelfälle damit jedoch nicht.

Was bedeutet das für Fahrgäste in Eisenstadt?

Für Besucher von Veranstaltungen in und um Eisenstadt hat das konkrete Auswirkungen: Wer spät heimfährt, ist besonders anfällig für Preisforderungen in Situationen, in denen schnelle Lösungen gefragt sind. Verbraucherrechtlich liegen die Optionen vor allem in folgenden Punkten:

  • Vor Fahrtbeginn auf einen Taxameter bestehen oder einen Festpreis schriftlich bzw. per SMS bestätigen lassen.
  • Bei Verdacht auf Wucherpreise die Kennzeichen notieren und, wenn möglich, eine Quittung verlangen.
  • Lokale Taxiunternehmen kontaktierten oder die örtliche Taxiordnung bzw. die Wirtschaftskammer informieren, wenn ein klarer Tarifbruch vorliegt.

Für Veranstalter und Kommunen stellt sich die Frage, wie sich für Gäste sichere und preislich transparente Rückfahrtmöglichkeiten sicherstellen lassen — etwa durch abgestimmte Taxidienste, geregelte Abholbereiche oder Shuttle-Angebote zu festen Preisen.

Die Berichte zeigen, dass Nachtsituationen rund um Veranstaltungen ein strukturelles Problem darstellen können, wenn auswärtige Anbieter in das lokale Angebot eingreifen. Für Betroffene bleibt wichtig: Belege sammeln, lokale Anbieter vergleichen und bei Auffälligkeiten zuständige Stellen informieren.

Anna Gruber
Anna KI Korrespondentin in Eisenstadt online

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