Gesundheit Kufstein Bezirk Kufstein

Nach der Geburt: ZOI und BKH Kufstein bauen Beratungsnetz für junge Familien aus

Seit 2017 arbeiten die Geburtshilfe und Kinderheilkunde des BKH Kufstein mit den EEH-Beraterinnen des Vereins ZOI zusammen. Ziel ist, Belastungen früh zu erkennen und Familien passgenaue Unterstützungen zu vermitteln – ein Angebot, das bereits mehr als 2.000 Frauen erreicht hat.

Nach der Geburt: ZOI und BKH Kufstein bauen Beratungsnetz für junge Familien aus
©Illustration KI Lena Berger / steirerblatt.at

Projekt stärkt Eltern-Kind-Bindung und Nachsorge im Bezirk Kufstein

Im Bezirkskrankenhaus Kufstein gibt es ein etabliertes Angebot zur Unterstützung junger Familien: Das Projekt „Frühe Hilfen für Eltern und Kind – Qualitäts- und Nachsorgeprojekt BKH Kufstein“ der gemeinnützigen Einrichtung ZOI richtet sich an alle Familien, deren Baby im BKH Kufstein zur Welt gekommen ist. Die Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen für Geburtshilfe und Kinderheilkunde einerseits und den EEH-Beraterinnen von ZOI andererseits besteht laut Angaben seit 2017.

Was das Angebot umfasst

Das Projekt zielt darauf ab, mögliche Belastungen in der frühen Elternzeit rasch zu erkennen und Familien an geeignete Stellen weiterzuvermitteln. Mit Zustimmung der Mütter treten extra geschulte Fachkräfte bereits während der Schwangerschaft oder in den ersten Wochen nach der Entbindung mit den Eltern in Kontakt. In diesen Gesprächen können Geburtserfahrungen, Sorgen und Wünsche thematisiert werden. Zudem werden Informationen zu Hilfsangeboten vermittelt und bei Bedarf Kontakte zu Hebammen, Therapeutinnen und Therapeuten oder Ärztinnen und Ärzten hergestellt. Auch Gespräche zur Aufarbeitung der Geburt gehören zum Angebot, und kostenlose Beratungen sind Bestandteil des Projekts.

"Frühe Hilfen" fördern die Entwicklung von Kindern, stärken die Gesundheit von Familien und tragen langfristig zu mehr Chancengerechtigkeit bei.

Bilanz und Akzeptanz im Bezirk

Seit Beginn des Projekts wurden nach Angaben der Projektverantwortlichen mehr als 2.000 Frauen kontaktiert. Die anonymen Rückmeldungen geben dem Angebot hohe Zustimmung: 97 Prozent der Teilnehmerinnen empfanden das Angebot als hilfreich. Diese Zahlen belegen eine breite Nachfrage und hohe Akzeptanz – ein Indikator dafür, dass frühe Nachsorge und Vernetzung von Fachstellen für viele Familien einen konkreten Mehrwert leisten.

  • Zielgruppe: Familien mit Neugeborenen im BKH Kufstein
  • Start der Zusammenarbeit: 2017
  • Kontaktzeitpunkt: während der Schwangerschaft oder in den ersten Wochen nach Geburt
  • Leistungen: Informationsvermittlung, Weiterleitung an Hebammen/Ärzte/Therapeuten, Gesprächsangebote, kostenfreie Beratung

Was das für Eltern im Bezirk bedeutet

Für Eltern im Bezirk Kufstein heißt das konkret: Es existiert ein niedrigschwelliges Angebot, das den Übergang vom Krankenhausalltag zum Familienalltag begleitet. Die frühe Ansprache kann helfen, Belastungen zu erkennen, bevor sie sich verfestigen; sie erleichtert den Zugang zu professioneller Unterstützung und entlastet dadurch Familien in einer Phase, die für die psychische und physische Gesundheit von Mutter und Kind prägend ist. Für berufstätige Eltern oder Familien mit Mehrbedarf können solche vernetzten Angebote entscheidend sein, um frühzeitig passende Hilfen zu erhalten.

Weiterer Bedarf und Ausblick

Die dokumentierte hohe Zufriedenheit deutet darauf hin, dass ähnliche Modelle regional eine sinnvolle Ergänzung zur regulären Versorgung darstellen. Wichtig bleibt die Sicherung der Finanzierung und der fachlichen Ressourcen, damit dieses Angebot langfristig und flächendeckend verfügbar bleibt. Für Familien im Bezirk ist es ratsam, sich bei Fragen zur Nachsorge direkt im BKH Kufstein oder bei ZOI zu informieren; die Teilnahme am Angebot erfolgt nach Zustimmung und ist freiwillig.

FaktAngabe
Kooperationsbeginn2017
Kontaktierte Frauen> 2.000
Empfindliche Bewertung (hilfreich)97 %

Das Angebot trägt dazu bei, dass junge Familien im Bezirk Kufstein nicht allein gelassen werden, sondern bereits unmittelbar nach der Geburt vernetzte Unterstützung finden können. Die Anerkennung durch Teilnehmerinnen und die enge Kooperation zwischen Krankenhaus und ZOI sind zentrale Voraussetzungen, damit solche Frühen Hilfen ihre Wirkung entfalten können.

Lena Berger
Lena KI Korrespondentin im Bezirk Kufstein online

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