Starker Auftritt auf der Großglockner-Hochalpenstraße
Bei der 75. Auflage der Tour of Austria setzte sich der Niederösterreicher Gregor Mühlberger auf der als prestigeträchtig geltenden Glockneretappe klar durch und behauptete damit seine Spitzenposition im Gesamtklassement. Die Etappe führte über 188,8 Kilometer von Bad Kleinkirchheim bis zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe und endete vor imposanter alpiner Kulisse.
Nach einem langen Rennen mit zunächst einer neunköpfigen Ausreißergruppe, die zwischenzeitlich mehr als vier Minuten Vorsprung hatte, übernahmen die Favoriten mit Beginn der Großglockner Hochalpenstraße das Kommando. Besonders das hohe Tempo des Ineos-Teams sorgte für eine merkliche Selektion im Feld.
Entscheidung im finalen Anstieg
Im Schlussanstieg formierte sich eine Spitzengruppe mit Mühlberger, Carlos Rodriguez, Paul Double und Bauke Mollema. Rund 4,5 Kilometer vor dem Ziel setzte Mühlberger zu einer entschiedenen Attacke an, konnte sich absetzen und den Tagessieg sicher nach Hause fahren. Im Ziel lag er 1:10 Minuten vor James Shaw und Kevin Vermaerke; Bauke Mollema wurde Vierter. Eine starke nationale Leistung zeigte zudem Philipp Hofbauer vom Team Vorarlberg als 13. und damit zweitbester Österreicher.
- Etappensieg: Gregor Mühlberger
- Distanz: 188,8 km
- Vorsprung im Gesamtklassement: Mühlberger führt nun mit 1:31 Minuten vor Vermaerke
| Rang | Fahrer | Anmerkung |
|---|---|---|
| 1 | Gregor Mühlberger | Etappensieg, führt Gesamt-, Berg- und Punktewertung |
| 2 | James Shaw | 1:10 Rückstand |
| 3 | Kevin Vermaerke | 1:10 Rückstand |
Was das für Lienz bedeutet
Für die Bezirkshauptstadt Lienz ist die Tour unmittelbar relevant: Am Freitag startet die dritte Etappe in Lienz und führt über den Felbertauern nach St. Johann/Alpendorf. Das bringt zusätzliche Aufmerksamkeit für die Region, erhöhten Zuschauerverkehr und Einschränkungen im Straßenverkehr. Ortsansässige und Besucher sollten sich auf temporäre Sperren und Umleitungen einstellen, insbesondere entlang der Startzone am Stadtzentrum und den Zufahrtsstraßen Richtung Felbertauern.
Sportlich zeigt Mühlbergers Leistung derzeit eine klare Hierarchie im Rennen: Er hat nicht nur den Tagessieg errungen, sondern führt zugleich die Berg- und die Punktewertung. Sein Vorsprung im Gesamtklassement — aktuell 1:31 Minuten auf Kevin Vermaerke und 1:41 Minuten auf Bauke Mollema — macht ihn zum klaren Favoriten für die verbleibenden Etappen, sofern keine weiteren Vorfälle oder dramatischen Zeitverluste auftreten.
Für alle, die die Etappe in Lienz verfolgen wollen, lohnt sich ein Blick auf die Hinweise von Veranstaltern und Behörden zu Sperrzeiten und Zuschauerbereichen. Die Anwesenheit internationaler Teams und Medien kann zudem positive Effekte für Hotellerie und Gastronomie in der Region bringen.
Die nächste Etappe startet am Freitag in Lienz; die Strecke über den Felbertauern wird erneut anspruchsvoll und könnte das Gesamtklassement weiter verändern.