Die Stadt Mödling hat die Ausarbeitung eines Hitzeplans in Auftrag gegeben, um auf die steigende Gefahr durch extreme Temperaturen vorbereitet zu sein. In einer ersten Zusammenkunft wurden Vertreterinnen und Vertreter aus Stadtverwaltung und Politik gebeten, vorhandene Maßnahmen zusammenzuführen und Schnittstellen zu klären.
Warum ein Hitzeplan wichtig ist
Bürgermeisterin Silvia Drechsler (SPÖ) betonte die gesundheitliche Dimension:
„Die Hitze wird für die Bevölkerung zu einer immer größeren Gefahr, die die Gesundheit belastet und gefährdet. Daher ist die Anpassung an die neuen Gegebenheiten enorm wichtig.“Das Gesundheitsreferat erhielt den Auftrag, alle bisherigen Aktivitäten der Stadt zu bündeln und gemeinsam mit der Verwaltung einen flächendeckenden Plan zu entwickeln.
Vorgehen und erste Schritte
Laut den städtischen Angaben trafen sich in einem ersten Schritt alle wesentlichen Akteurinnen und Akteure, um den Status quo zu erheben und vorhandene Informationen sowie Pläne zu vernetzen. Stadtrat Stephan Schimanowa (SPÖ) erklärte, dass nun Best-Practice-Beispiele aus anderen Gemeinden gesichtet und auf Mödling übertragen werden sollen.
- Gesundheitsreferat: Koordination und Zusammenführung bestehender Aktivitäten.
- Stadtverwaltung: Zusammenarbeit und operative Umsetzung.
- Politikvertreter: Abstimmung von Maßnahmen und Prioritäten.
Was das für die Menschen im Bezirk bedeutet
Ein strukturierter Hitzeplan kann konkret dazu beitragen, Risikogruppen besser zu schützen, Versorgungs- und Kommunikationswege in Hitzeperioden zu sichern und öffentliche Räume hitzetauglicher zu gestalten. Für Bewohnerinnen und Bewohner heißt das: gezieltere Informationen in Hitzephasen, mögliche Öffnungszeiten von kühlen Anlaufstellen sowie abgestimmte Sozial- und Gesundheitsdienste. Welche konkreten Maßnahmen Mödling letztlich umsetzt, soll die weitere Auswertung von Best-Practice-Beispielen zeigen.
Praktische Hinweise für Betroffene
Unabhängig vom laufenden Prozess gilt: Besonders ältere Menschen, Kleinkinder, chronisch Kranke und Personen mit eingeschränkter Mobilität sind stärker gefährdet. Allgemeine Vorsorgemaßnahmen, die auch kurzfristig umsetzbar sind, umfassen:
- ausreichend Flüssigkeitszufuhr und Vermeidung von starker körperlicher Anstrengung in der heißesten Tageszeit,
- Aufenthalt in kühleren Räumen oder Nutzung schattiger bzw. klimatisierter öffentlicher Orte,
- gegenseitige Kontrolle in Nachbarschaften, insbesondere bei allein lebenden älteren Menschen.
Übersicht: Beteiligte und Aufgaben
| Akteur | Aufgabe |
|---|---|
| Gesundheitsreferat | Koordination, Status-Quo-Erhebung |
| Stadtverwaltung | Verwaltungsseitige Umsetzung |
| Politik | Abstimmung und Entscheidung |
Die weitere Arbeit am Hitzeplan wird zeigen, welche konkreten Angebote und Maßnahmen Mödling im Bezirk umsetzen wird. Bis Entscheidungen getroffen sind, bleibt die Vorsicht in Hitzephasen für alle Einwohnerinnen und Einwohner geboten.