Ein sichtbares Zeichen für moderne Landwirtschaft in Schweiklberg
In der Ortschaft Schweiklberg bei Ried ist ein neues, auffälliges Feldkunstwerk entstanden: Aus rund 90.000 gezielt gesetzten Maiskörnern formt ein Labyrinth das Motiv eines Traktors und das Logo der HTL Ried. Entwickelt wurde das Projekt in Zusammenarbeit der HTL Ried mit der Fachhochschule Wels, unterstützt vom Land Oberösterreich. Der Prototyp wurde entlang der Braunauer Straße angelegt und ist bereits aus der Luft gut sichtbar.
Die Initiatoren verfolgen damit mehrere Ziele: Zum einen wollen sie die technische und gestalterische Bandbreite moderner Landtechnik zeigen, zum anderen möchten sie die Öffentlichkeit besser für die Entwicklungen in der Landwirtschaft sensibilisieren. Insbesondere für Bürgerinnen und Bürger sowie für Landwirte sei vieles in diesem Bereich noch schwer greifbar, erklärt Martin Anzengruber, Leiter des Ausbildungsschwerpunkts „Agrar- und Umwelttechnik“ an der HTL Ried.
"Die moderne Landwirtschaft und Landtechnik kann so viel."
Die Projektpartner betonen zudem die Bildungsmöglichkeiten: Das Maislabyrinth könnte als Erlebnisangebot für Urlaub am Bauernhof, als Attraktion für Hofschulen oder als praktisches Anschauungsobjekt für Ausbildung und Forschung dienen. Kleinere Varianten dieses Konzepts wurden bereits in der Gemeinde Taiskirchen in der Nähe der A8 Innkreisautobahn umgesetzt.
Was das Projekt für den Bezirk bedeutet
Für die Region Ried bringt das Labyrinth mehrere potenzielle Effekte mit sich:
- Touristische Attraktivität: Eine neue Sehenswürdigkeit entlang einer stark befahrenen Straße kann Besucher anziehen und lokalwirtschaftliche Nutzung (Bauernhoftourismus, Gastronomie) fördern.
- Bildung und Öffentlichkeitsarbeit: Schulen, Ausbildungseinrichtungen und die allgemeine Bevölkerung erhalten ein greifbares Beispiel für moderne Agrartechnik.
- Kooperation und Forschung: Die Zusammenarbeit zwischen HTL und FH demonstriert, wie Bildungsinstitutionen regionale Innovationen vorantreiben können.
Wichtig ist den Projektbeteiligten, dass der Ausbau solcher Felder künftig mit landwirtschaftlichen Erfordernissen abgestimmt wird: Es soll die Fruchtfolge berücksichtigt werden, damit der Ackerbau nicht unter kurzsichtigen Marketingideen leidet.
Technik, Planung und mögliche Nutzungen
Die Anlage eines solchen Labyrinths verlangt präzise Planung und Saattechnik, um das Bild aus der Luft sichtbar zu machen. Drohnenaufnahmen dienen sowohl der Dokumentation als auch der Qualitätskontrolle. Zugleich sehen HTL und FH wirtschaftliche Nutzungsmöglichkeiten: Betreiber von „Urlaub am Bauernhof“-Betrieben oder Bauernhofschulen könnten solche Felder in ihr Angebot integrieren und so zusätzliche Einnahmequellen erschließen.
| Aspekt | Details |
|---|---|
| Samen | 90.000 Körner |
| Ort | Schweiklberg (entlang Braunauer Straße), Bezirk Ried |
| Partner | HTL Ried, FH Wels, Land Oberösterreich |
| Weitere Standorte | Taiskirchen (kleinere Version) |
Die Projektbeteiligten planen, in den kommenden Jahren weitere Feldgestaltungen in Oberösterreich zu setzen, sofern sich Konzepte mit landwirtschaftlicher Praxis und Fruchtfolge vereinbaren lassen. Für die Menschen im Bezirk bedeutet das: neue Sichtbarkeit für regionale Agrartechnik, zusätzliche Bildungsangebote und potenziell wirtschaftliche Impulse für bäuerliche Betriebe, die bereit sind, ihre Flächen auch touristisch oder pädagogisch zu nutzen.
Für Besucher ist das Maislabyrinth derzeit ein prototypisches Angebot. Wer die Anlage sehen möchte, erreicht Schweiklberg über die Braunauer Straße; Drohnenaufnahmen und Fotos ermöglichen zudem einen Blick aus der Luft, der die Motive am deutlichsten zur Geltung bringt.