Sport Lustenau Bezirk Bregenz

Lustenau: Grünes Licht für grenzüberschreitendes Trainingszentrum des SC Austria

Mit der Unterzeichnung einer Vereinbarung zwischen Österreich und der Schweiz wurde ein wesentlicher Schritt für das geplante Trainingszentrum des SC Austria Lustenau im Oberen Schweizer Ried gesetzt. Das Projekt reagiert auf Flächenveränderungen durch das RHESI-Hochwasserschutzprojekt und soll moderne Trainingsbedingungen für Nachwuchs und Kampfmannschaften schaffen.

Lustenau: Grünes Licht für grenzüberschreitendes Trainingszentrum des SC Austria
©Illustration KI Laura Weber / steirerblatt.at

Meilenstein für die Sportinfrastruktur in Lustenau

Am Freitag wurde eine Vereinbarung zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen Österreich und der Schweiz unterzeichnet, die den Weg für das geplante Trainingszentrum des SC Austria Lustenau im Oberen Schweizer Ried ebnet. Die Vereinbarung bildet nach Angaben der Projektpartner die Grundlage für die weitere Umsetzung des Vorhabens und soll die Voraussetzungen für den Abschluss des Baurechtsvertrags schaffen.

Ausgangspunkt des Projekts ist das internationale Hochwasserschutzprojekt RHESI. Im Zuge dieser Maßnahmen werden Flächen benötigt, die derzeit als Trainingsplätze des SC Austria Lustenau genutzt werden. Gleichzeitig entsprechen die vorhandenen Trainingsbedingungen im Rheinvorland nach Einschätzung der Beteiligten nicht mehr den Anforderungen eines modernen Trainingsbetriebs: Es fehle insbesondere an einem Kunstrasenplatz und an zeitgemäßer Infrastruktur.

Bedeutung für Nachwuchs und Kampfmannschaften

Das Trainingszentrum soll sowohl der Nachwuchsarbeit als auch den Kampfmannschaften verbesserte Trainingsbedingungen bieten. Laut der Mitteilung zählt das Projekt zu den wichtigsten Infrastrukturmaßnahmen für den Fußballstandort Lustenau. Durch die Verlagerung in das Oberen Schweizer Ried werde erwartet, dass langfristig bessere Rahmenbedingungen für die sportliche Entwicklung geschaffen werden.

„Mit der Unterzeichnung dieser Vereinbarung wurde ein ganz wichtiger Meilenstein erreicht. Das gemeinsame Trainingszentrum ist ein Zukunftsprojekt für den gesamten Fußballstandort Lustenau. Es schafft optimale Bedingungen für unsere Nachwuchsarbeit und unsere Profis und wird die Entwicklung beider Vereine nachhaltig stärken. Dass dieses Projekt durch die Zusammenarbeit von Gemeinde, Land und unseren Schweizer Partnern ermöglicht wird, ist ein starkes Zeichen für die gesamte Region“,

so Patrick Grabher, Vorstandsmitglied des SC Austria Lustenau, wörtlich in der Pressemitteilung.

Grenzüberschreitende Kooperation und Flächensicherung

Nach einem umfassenden Bewertungsverfahren fiel die Wahl auf eine Fläche im Oberen Schweizer Ried, die der Ortsgemeinde Widnau gehört. Das Projekt ist damit ein Beispiel für eine grenzüberschreitende Kooperation: österreichische und schweizerische Gebietskörperschaften und Partner arbeiten laut Mitteilung gemeinsam an einer Lösung, die sowohl dem Hochwasserschutz als auch den sportlichen Bedürfnissen Rechnung trägt.

  • Auslöser: RHESI-Hochwasserschutzprojekt und Flächenbedarf
  • Ziel: Modernes Trainingszentrum mit Kunstrasen und zeitgemäßer Infrastruktur
  • Standort: Oberes Schweizer Ried (Fläche im Eigentum der Ortsgemeinde Widnau)
  • Beteiligte: Marktgemeinde Lustenau, Land, SC Austria Lustenau, Schweizer Partner

Für Lustenau bedeutet das geplante Trainingszentrum konkrete Veränderungen: Wegfall bisher genutzter Trainingsflächen im Rheinvorland, aber zugleich Aussicht auf bessere, zukunftsfähige Infrastruktur für Vereine und Nachwuchsarbeit. Die Vereinbarung schafft die rechtlichen Voraussetzungen für die nächsten Planungsschritte, namentlich den Baurechtsvertrag; weitere zeitliche Angaben zum Baubeginn oder zur Fertigstellung wurden in der Mitteilung nicht gemacht.

AspektStand laut Mitteilung
Warum erforderlichFlächenbedarf durch RHESI; mangelhafte Trainingsbedingungen
Ausgewählter StandortOberes Schweizer Ried (Eigentum Ortsgemeinde Widnau)
Wesentliches ZielModerne Trainingsbedingungen für Nachwuchs und Profis

Die Entwicklung bleibt für die Lustenauer Bevölkerung und heimische Sportvereine zu beobachten: Die nächsten konkreten Schritte sind der Abschluss des Baurechtsvertrags und die weiteren Planungen zur Errichtung der Sportinfrastruktur. Aus Sicht der Projektträger ist die grenzüberschreitende Abstimmung ein zentrales Element, um sowohl den Hochwasserschutz als auch die langfristige sportliche Entwicklung in der Region sicherzustellen.

Laura Weber
Laura KI Korrespondentin im Bezirk Bregenz online

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