Praktische Prävention im Feuerwehr- und Sicherheitszentrum
Mitglieder der Landjugend Bezirk St. Pölten besuchten kürzlich das NÖ Feuerwehr- und Sicherheitszentrum in Tulln an der Donau, um sich systematisch mit Brandgefahren und Maßnahmen zur Brandvermeidung auseinanderzusetzen. Die Aktion, an der die Niederösterreichische Versicherung (NV) und die Landwirtschaftskammer Niederösterreich (LK NÖ) beteiligt waren, verband Theorie und Praxis mit dem Ziel, das Bewusstsein für brandschutzrelevante Risiken in landwirtschaftlichen Betrieben zu schärfen.
Im Mittelpunkt des Besuchs stand neben einer Führung durch das Zentrum ein sogenanntes Exit Game, das von NV und LK NÖ im Rahmen der Kampagne „es tarat brenna“ angeboten wurde. Dabei mussten die teilnehmenden Gruppen Aufgaben lösen, die sich konkret mit Gefahrenvermeidung, Sicherheitsmaßnahmen und dem Erkennen von Brandrisiken befassten.
Warum das für den Bezirk Tulln wichtig ist
Landwirtschaftliche Betriebe im Bezirk sind oft mit besonderen Brandschutzfragen konfrontiert: Lagerung von Stroh und Heu, Landmaschinen und elektrische Anlagen. Die praxisnahe Vermittlung von Präventionsmaßnahmen kann im Ernstfall Schäden reduzieren und Menschenleben schützen. Die Veranstaltung richtete sich explizit an junge Betriebsinhaber und Landjugend-Mitglieder, die als nächste Generation von Hofführern Verantwortung übernehmen werden.
- Partner: Niederösterreichische Versicherung (NV), Landwirtschaftskammer Niederösterreich (LK NÖ)
- Format: Führung im Sicherheitszentrum, Exit Game, Wissensvermittlung
- Abschluss: Siegerehrung für erfolgreichste Teams
Die Veranstaltung fand im Rahmen des Landjugend-Formats LJ Inside statt, das jungen Mitgliedern Einblicke in Unternehmen und Einrichtungen bieten soll. Als Abschluss wurden die besten Teams prämiert; die Ehrungen nahmen Vizepräsident Lorenz Mayr (LK NÖ), Generalsekretärin Elisabeth Ring (NV) sowie Landesfeuerwehrrat Ewald Edelmaier vor.
Konkrete Maßnahmen, die vor Ort vermittelt wurden
Die Inhalte des Programms zielten darauf ab, dass Teilnehmende:
- Gefährdungen auf Höfen schneller erkennen,
- präventive Maßnahmen wie sichere Lagerung und regelmäßige Kontrolle elektrischer Anlagen umsetzen und
- im Notfall richtig reagieren und Feuerwehrkräfte effizient informieren können.
| Element | Beteiligte/Beispiele |
|---|---|
| Veranstaltungsort | NÖ Feuerwehr- und Sicherheitszentrum, Tulln |
| Initiatoren/Partner | Landjugend NÖ, NV, LK NÖ |
| Format | Führung, Exit Game, Siegerehrung |
Solche Formate sind für die Region nicht nur symbolisch: Sie stärken direkt die Risikokompetenz junger Landwirtinnen und Landwirte und fördern die Vernetzung zwischen landwirtschaftlichen Organisationen, Versicherern und der Feuerwehr. Für Betreiber von landwirtschaftlichen Betrieben im Bezirk Tulln lohnt es sich, ähnliche Angebote wahrzunehmen oder gezielt Fortbildungen zum Thema Brandschutz anzufordern, um Versicherungsrisiken zu senken und die eigene Betriebssicherheit zu erhöhen.
Die Begegnung in Tulln zeigt, wie praxisnahe Ausbildung, Kooperationen zwischen Institutionen und spielerische Elemente zusammenwirken können, um Brandschutzwissen zu vertiefen. Für betroffene Betriebe sind das keine abstrakten Empfehlungen, sondern unmittelbar umsetzbare Hinweise zur Risikominderung.