Stadt startet zweistufiges Auswahlverfahren
Bad Vöslau hat ein öffentliches, zweistufiges Interessentenauswahlverfahren ausgeschrieben, um für das leerstehende und denkmalgeschützte Gebäude des ehemaligen „Café Thermalbad“ ein dauerhaft tragfähiges Nutzungs- und Betriebskonzept zu finden. Die Stadtgemeinde verfolgt damit das Ziel, das um 1830 errichtete Haus wieder zu einem Treffpunkt für Bewohnerinnen, Bewohner und Gäste zu machen.
Ausgangslage und Zielsetzung
Das historische Gebäude in der Innenstadt zeigt laut Stadtverwaltung deutlichen Sanierungsbedarf. Bürgermeister Christian Flammer betont, die Initiative solle das Haus „zu einem lebendigen Treffpunkt für die Bevölkerung und Gäste der Stadt“ zurückführen. Grundlage für die Ausschreibung sind die Ergebnisse eines zuvor durchgeführten Bürgerbeteiligungsprozesses, in dem Wünsche und Anregungen der Bad Vöslauerinnen und Bad Vöslauer gesammelt wurden.
Im Ausschreibungstext wird ein „vielseitiges Gesamtkonzept“ gewünscht, das Gastronomie, Kultur, Veranstaltungen und Begegnung miteinander verbindet. Vorrang hat daneben die wirtschaftliche Tragfähigkeit des Betriebsmodells, damit die Belebung des Stadtzentrums nachhaltig wirkt.
Wer ist angesprochen — und wer entscheidet?
Das Verfahren richtet sich an erfahrene Betreiber, Projektentwickler und Bewerbergemeinschaften, die ein überzeugendes Konzept für das Objekt mit rund 900 Quadratmetern Nutzfläche entwickeln und umsetzen können. Für die Auswahl ist eine Fachjury vorgesehen; als Vorsitzender wurde Architekt Helmut Stefan Haiden bestellt. Zudem ist Verfahrensbetreuer Helmut Liske genannt.
- Gebäude: ehemaliges „Café Thermalbad“, Teil der Villenanlage Pereira-Arnstein
- Baujahr: circa 1830
- Nutzfläche: rund 900 m²
- Ziel: multifunktionale, wirtschaftlich tragfähige Nutzung
„Ein offenes, multifunktionales, aber auch wirtschaftlich tragfähiges Haus, das einen nachhaltigen Beitrag zur Belebung des Stadtzentrums leistet.“
Dieses Zitat des Bürgermeisters fasst die Intention der Ausschreibung zusammen: Es soll nicht nur ein kultureller Ort entstehen, sondern zugleich ein Betrieb, der sich langfristig trägt und zur Belebung des Ortskerns beiträgt.
Konkrete Bedeutung für die Bad Vöslauerinnen und Bad Vöslauer
Für die Bevölkerung bedeutet das Verfahren mehrere konkrete Perspektiven: Aussicht auf wieder nutzbare Räume im Zentrum, neue Angebote in den Bereichen Gastronomie und Kultur, Arbeitsplätze sowie eine verbesserte Aufenthaltsqualität im Stadtkern. Gleichzeitig bleibt offen, wie rasch der Ablauf und die Umsetzung nach Abschluss der Juryentscheidung erfolgen werden. Laut Ankündigung plant die Stadtgemeinde, das Gebäude vor Übergabe an den späteren Betreiber umfassend zu sanieren.
| Aspekt | Information |
|---|---|
| Verfahrenstyp | Öffentlich, zweistufig |
| Adressaten | Erfahrene Betreiber, Projektentwickler, Bewerbergemeinschaften |
| Juryvorsitz | Architekt Helmut Stefan Haiden |
Für interessierte Akteure ist wichtig, dass die Auslobung auf die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung Bezug nimmt. Das kann Bewerbern helfen, Konzepte zu formulieren, die tatsächliche Bedürfnisse und Erwartungen vor Ort treffen. Für die Einwohnerinnen und Einwohner bleibt relevant, wie weit öffentliche Nutzungsteile, Zugänglichkeit und Preisniveau künftiger Angebote mit ihren Interessen übereinstimmen.
Die Stadtgemeinde lädt ausdrücklich zur Beteiligung ein: einerseits durch die bereits durchgeführte Bürgerbeteiligung, andererseits durch die Beobachtung und Mitwirkung am weiteren Auswahlprozess. Konkrete Termine und Fristen zur Einreichung waren in der vorliegenden Meldung nicht im Detail angegeben; interessierte Marktteilnehmer und Bürger sollten die offiziellen Veröffentlichungen der Stadtgemeinde Bad Vöslau aufmerksam verfolgen.