Neue Testphase ersetzt Anrufsammeltaxi
Das bisherige Anrufsammeltaxi „Bezirk Korneuburg mobil“ ist eingestellt. Die Stadtgemeinde hat im Gemeinderat eine Nachfolgelösung beschlossen, die als befristete Testphase unter dem Projektnamen „Weinviertel West“ angeboten wird. Ziel der Maßnahme ist, die Mobilität für Menschen mit körperlichen Einschränkungen im Stadtgebiet zu erhalten und zu unterstützen.
Wer ist anspruchsberechtigt?
Anspruch auf die Förderung haben dem Beschluss zufolge verschiedene Gruppen, darunter:
- Inhaber:innen eines Behindertenpasses
- Personen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind
- Personen, für die die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel nicht zumutbar ist
- Beziehende von Pflegegeld ab Stufe 2
- Auch vorübergehende Einschränkungen wie ein Gipsbein reichen aus
Wie funktioniert die Förderung?
Die Abwicklung erfolgt über ein Gutscheinsystem. Die Stadt erstattet 50 Prozent der Fahrtkosten, wobei pro Person und Monat maximal 16 Gutscheine ausgegeben werden. Anträge können persönlich im Bürgerservice der Stadtgemeinde mit Lichtbildausweis gestellt werden. Gefördert werden ausschließlich Fahrten innerhalb des Stadtgebiets von Korneuburg.
| Leistungsmerkmal | Details |
|---|---|
| Förderquote | 50 % der Fahrtkosten |
| Gutscheine/Person/Monat | max. 16 |
| Gültigkeitsbereich | Fahrten nur im Stadtgebiet Korneuburg |
| Partner | Taxibetriebe Molzer und Sartori |
| Budget | Insgesamt höchstens 15.000 Euro |
| Testphase | Bis 30. September 2026 |
Partner und Budget
Als Durchführungspartner sind die lokalen Taxiunternehmen Molzer und Sartori genannt. Die Stadt stellt für dieses Testangebot ein Gesamtbudget von höchstens 15.000 Euro bereit. Die Befristung dient offenbar dazu, das Angebot in der Praxis zu erproben und die Nachfrage sowie Kostenentwicklung zu beobachten.
"Mobilität darf keine Frage der körperlichen Einschränkungen sein."
Dieses Zitat stammt vom Bürgermeister Christian Gepp und fasst die Stoßrichtung des Beschlusses zusammen: Das Angebot soll Barrieren im Alltag verringern und eine einfache, zu beantragende Unterstützung bieten.
Konkrete Folgen für Betroffene in Korneuburg
Für betroffene Bewohnerinnen und Bewohner bedeutet die neue Regelung konkret:
- Erleichterter Zugang zu Fahrten innerhalb der Stadt durch teilweisen Kostenersatz;
- kurze, administrative Abwicklung über das Bürgerservice (Antrag mit Lichtbildausweis);
- Begrenzung der Bezuschussung durch maximale Gutscheinanzahl und das Gesamtbudget — bei hoher Nachfrage könnte das Angebot schnellen Verbrauch finden.
Da nur Fahrten innerhalb des Stadtgebiets gefördert werden, bleiben Verbindungen zu Zielen außerhalb Korneuburgs von der Unterstützung ausgenommen. Wer regelmäßig längere Wege, etwa zu Fachärzten oder zu Angehörigen in anderen Gemeinden, benötigt, muss weiterhin die gesamten Kosten selbst tragen oder auf andere Angebote zurückgreifen.
Die Testphase bis Ende September 2026 gibt der Stadt Gelegenheit, Nachfrage, Kosten und organisatorische Abläufe zu evaluieren. Für Bürgerinnen und Bürger ist es ratsam, sich zeitnah im Bürgerservice zu informieren und gegebenenfalls einen Antrag zu stellen, um die Vorteile der Förderung in Anspruch zu nehmen.
Die Entscheidung, ein neues Modell mit Gutscheinlösung zu erproben, zeigt die kommunale Reaktion auf die Lücke, die durch das Auslaufen des Anrufsammeltaxis entstanden ist. Ob sich daraus ein dauerhafter Ersatz entwickelt, wird von der Auswertung der Testphase abhängen.