Stadt reagiert auf Wegfall des Anrufsammeltaxis
In Korneuburg startet am 13. Juli eine Testphase, in der die Stadt Taxi-Fahrten für mobilitätseingeschränkte Personen mit Hauptwohnsitz in der Stadt finanziell unterstützt. Die Maßnahme gilt vorerst bis Ende September und ist als Übergangslösung gedacht, bis das geplante Nachfolgeangebot „Weinviertel West“ in Betrieb geht.
Der Gemeinderat hat die Initiative einstimmig beschlossen. Künftig übernimmt die Stadt innerhalb des Stadtgebiets 50 Prozent der Kosten für förderfähige Taxifahrten. Hintergrund ist das Ende des Anrufsammeltaxis „Bezirk Korneuburg mobil“, das Ende Juni eingestellt wurde.
„Mobilität darf keine Frage der körperlichen Einschränkung sein“,
so Bürgermeister Christian Gepp zur Begründung der Maßnahme.
Was die Testphase konkret bedeutet
Die Förderung richtet sich explizit an Personen mit Mobilitätseinschränkungen und Hauptwohnsitz in Korneuburg. Sie gilt nur für Fahrten innerhalb des Stadtgebiets. Die zeitliche Befristung bis Ende September soll es der Stadt erlauben, Nachfrage und Abläufe zu beobachten und das Angebot beim Start von „Weinviertel West“ entsprechend anzupassen.
- Beginn der Testphase: 13. Juli
- Ende der Testphase: Ende September
- Fördervolumen pro Fahrt: 50 % der Kosten (innerhalb des Stadtgebiets)
- Zielgruppe: mobilitätseingeschränkte Personen mit Hauptwohnsitz in Korneuburg
Für betroffene Personen bedeutet das eine kurzfristig erreichbare Alternative zu den bisherigen Anruf-Sammeltaxi-Angeboten: Die finanzielle Entlastung reduziert die direkten Fahrtkosten und erleichtert damit notwendige Wege, etwa zu Ärzten, Apotheken oder Einkaufsmöglichkeiten innerhalb der Stadt.
| Aspekt | Regelung |
|---|---|
| Start | 13. Juli |
| Ende der Testphase | Ende September |
| Förderhöhe | 50 % der Fahrkosten (innerhalb Stadtgebiet) |
| Zielgruppe | Mobilitätseingeschränkte Personen mit Hauptwohnsitz in Korneuburg |
Langfristig wird die Stadt die Erfahrungen aus der Testphase nutzen, um das Angebot an die Bedürfnisse der Betroffenen anzupassen und Übergangsregelungen mit dem bevorstehenden Projekt „Weinviertel West“ abzustimmen. Für den Alltag der Betroffenen ist entscheidend, wie einfach die Antragstellung und Abrechnung des Zuschusses gestaltet wird und wie schnell die vergünstigten Fahrten tatsächlich verfügbar sind.
Die Initiative zeigt, dass die Stadtverwaltung kurzfristig handlungsfähig ist, wenn bestehende Angebote wegfallen. Gleichwohl bleibt offen, wie die dauerhafte Mobilitätslösung im Bezirk aussehen wird, wenn „Weinviertel West“ an den Start geht und ob dann weiterhin Zuschüsse in gleicher Form vorgesehen sind.