Österreichs Turmspringer wollen an Erfolge anknüpfen
Mit Anton Knoll, Dariush Lotfi und Nikolaj Schaller schickt der Österreichische Schwimmverband ein Trio ins Olympic Aquatic Center, das von Samstag bis Donnerstag in Paris in Summe in vier Wettbewerben antreten wird. Im Mittelpunkt steht dabei der Anspruch, die bei Europameisterschaften zuletzt erzielte Medaillenserie fortzusetzen.
Erfahrung, Anspruch und ein offenes Konto
Besonders im Blickfeld steht der 21-jährige Knoll. Er trägt nicht nur die Erwartung, an frühere Erfolge anzuknüpfen, sondern auch persönliche Rechnungen mit dem Pariser Austragungsort. Als einziger Athlet des 22-köpfigen österreichischen Teams hat er zuvor hier olympische Wettkämpfe absolviert, wenngleich diese damals nicht nach Plan verliefen. In der Vorbereitung musste Knoll Knieprobleme in Kauf nehmen, dennoch bezeichnete er seinen aktuellen Formstand als gut und machte klar, dass in beiden seinen Disziplinen alles möglich sei.
„Ich habe nicht vor, mit dieser Serie aufzuhören.“
Das Selbstvertrauen gründet sich auch auf jüngste Erfolge: Vor zwei Jahren sicherten sich Knoll und Lotfi im Synchronspringen vom Turm überraschend den Europameistertitel, und im Vorjahr holte Knoll im Einzel (10 m) Bronze in Antalya – das erste Einzel-Turm-EM-Medaillenergebnis für Österreich seit 1931.
Der Weg zum erneuten Coup
Knoll und Lotfi gehen erneut gemeinsam im Synchronbewerb an den Start. Lotfi betont, dass ein Europameistertitel schwer zu übertreffen sei, die Ambition, den Coup von Belgrad zu wiederholen, aber klar vorhanden ist. Realistische Ziele wie ein Platz in den Top fünf werden als ebenfalls wertvoll eingestuft. Die Konkurrenz ist jedoch stark, zusätzlich wurde den russischen Athleten auf EM-Ebene wie bereits bei der WM ein Comeback ermöglicht – ein Faktor, der die Ausgangslage verschärft.
- Athleten: Anton Knoll, Dariush Lotfi, Nikolaj Schaller
- Bewerbe: insgesamt vier Starts (Einzel und Synchron vom Turm)
- Teamgröße OSV: 22 Athleten
Ausblick und Bedeutung
Für den OSV geht es in Paris nicht nur um einzelne Resultate, sondern um die Bestätigung einer positiven Entwicklung im Turmspringen. Die jungen Turmspringer bringen internationale Erfahrung und zuletzt nachweislich internationales Edelmetall mit – das erhöht die Erwartungshaltung, aber auch die Verantwortung. Knieprobleme und eine gesteigerte Programmschwierigkeit sind Variablen, die den Ausgang beeinflussen können. Klar ist: Das Zusammenspiel von individueller Form, Routine im Wettkampfort und der internationalen Konkurrenz wird entscheiden, ob die rot-weiß-roten Springer ihre Medaillenserie fortsetzen können.
| Athlet | Disziplin | Bemerkung |
|---|---|---|
| Anton Knoll | Einzel 10 m, Synchron 10 m | Erfahrung im Olympic Aquatic Center; Knieprobleme in Vorbereitung |
| Dariush Lotfi | Synchron 10 m | Partner von Knoll; Titelgewinn 2024 in Belgrad |
| Nikolaj Schaller | Turm-Bewerbe | Teil des Trios, startet für Österreich |