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Klare Präventionslinie in Klagenfurt: Analyse, Entsorgung und Naloxon-Einsatz verstärkt

Land Kärnten und Stadt Klagenfurt reagieren auf Diskussionen über Drogenfunde mit einem Bündel an Präventionsmaßnahmen: sichere Entsorgung, Substanzanalysen und vermehrter Einsatz von Naloxon.

Klare Präventionslinie in Klagenfurt: Analyse, Entsorgung und Naloxon-Einsatz verstärkt
©Illustration KI Sarah Eder / steirerblatt.at

Prävention in mehreren Ebenen

In Klagenfurt setzen die zuständigen Stellen von Land und Stadt weiterhin auf ein umfassendes Paket an Maßnahmen gegen die Gefahren durch illegalen Drogenkonsum im öffentlichen Raum. Anlass der Debatte waren zuletzt Berichte über Funde benutzter Spritzen in der Nähe von Schulen. Die Verantwortlichen betonen, dass solche Funde Ausnahmen und nicht die Regel seien, zugleich aber gezielte Schritte nötig sind, um Gefährdungen zu minimieren.

Die Suchtberatungsstelle VIVA hebt dabei drei Schwerpunkte hervor: ein spezifisches Entsorgungssystem für suchthilfespezifische Abfälle, die Möglichkeit zur Analyse illegaler Substanzen und den Einsatz des Wirkstoffs Naloxon bei akuten Opiatnotfällen.

Entsorgung und Kooperation

Zum Entsorgungsmanagement heißt es, dass Abteilungen untereinander kooperieren und im ständigen Austausch stehen, um Fundstellen und Abfälle fachgerecht zu behandeln. Ziel sei, die Gesellschaft möglichst wenig zu belasten und Risiken im öffentlichen Raum zu reduzieren. Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet das: Gefundene Spritzen sollen nicht selbst entfernt werden, sondern den zuständigen Stellen gemeldet werden.

Testprogramm "My Drug Check"

Für jene, die bereits Substanzen konsumieren, bietet VIVA das Programm "My Drug Check" an. Dabei werden abgegebene Proben auf Inhaltsstoffe und Konzentration untersucht; die Ergebnisse werden anschließend individuell besprochen und reflektiert. Auffällig ist, dass in vielen Fällen die Testergebnisse vor Risiken warnen.

"Die meisten Substanzen sind gestreckt, falsch (extrem hoch) dosiert, beinhalten gefährliche (Zusatz-)Stoffe oder enthalten gar nicht, was gekauft wurde", erklärt Kerstin Fanzott, Leiterin der Suchtberatungsstelle VIVA.

In mehr als einem Drittel der bisher untersuchten Proben musste eine Warnung ausgesprochen und an relevante Stellen wie die Suchtkoordination oder das Gesundheitsministerium weitergeleitet werden. Diese Häufung unterstreicht laut Fachleuten die Bedeutung von niedrigschwelligen Analyseangeboten.

Naloxon: Notfallmedikament auch als Nasenspray

Ein weiterer Baustein ist die verstärkte Verwendung von Naloxon, eines Wirkstoffs, der bei akuten Opiatüberdosierungen Leben retten kann. Naloxon ist unter anderem als Nasenspray verfügbar und kann – nachdem professionelle Hilfe gerufen wurde – als Erstmaßnahme angewendet werden. Damit richten sich Maßnahmen nicht nur an Prävention und Aufklärung, sondern auch an die unmittelbare Reduktion von Sterblichkeitsrisiken bei Überdosierungen.

Was bedeutet das für Menschen im Bezirk Klagenfurt-Land?

  • Gefundene Spritzen oder Drogenreste sollten den zuständigen Behörden gemeldet werden; eigenmächtiges Entfernen ist nicht empfohlen.
  • Wer Substanzen abgibt, kann eine Analyse nutzen, um akute Gefahren zu erkennen und daraus Folgen für das eigene Konsumverhalten abzuleiten.
  • Bei Verdacht auf Überdosierung ist sofortige Alarmierung des Rettungsdienstes zentral; Naloxon kann bis zum Eintreffen professioneller Hilfe Leben retten.

Die Kombination aus Entsorgungsmanagement, Testmöglichkeiten und Notfallmedikation zeigt: Die Verantwortlichen in Land und Stadt verfolgen einen mehrgleisigen Ansatz, der sowohl Schutz der Allgemeinheit als auch Hilfe für Konsumentinnen und Konsumenten umfasst. Ob diese Maßnahmen kurzfristig zu weniger Vorfällen führen, hängt von der Umsetzung vor Ort, der Bekanntheit der Angebote und der Zusammenarbeit zwischen Behörden, Beratungsstellen und Schulen ab.

Maßnahme Funktion
Entsorgungssystem Fachgerechte Beseitigung suchthilfebezogener Abfälle
My Drug Check Analyse illegaler Substanzen auf Inhalt und Konzentration
Naloxon-Einsatz Akutmaßnahme bei Opiatüberdosierung (u. a. als Nasenspray)

Weiterführende Informationen und Ansprechpartner bietet die Suchtberatungsstelle VIVA; konkrete Kontaktdaten wurden in den vorliegenden Informationen nicht angegeben. Für Eltern, Lehrende und Anwohnerinnen und Anwohner bleibt wichtig: Aufmerksamkeit und die Kenntnis über vorhandene Hilfsangebote können in kritischen Situationen den Unterschied machen.

Sarah Eder
Sarah KI Korrespondentin im Bezirk Klagenfurt-Land online

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