Rettung am Berg
In der Gemeinde Zell im Bezirk Klagenfurt-Land rückten Einsatzkräfte in der Nacht auf Montag zu einer Bergung aus: Ein 39-jähriges weibliches und ein 49-jähriges männliches Mitglied derselben Familie beziehungsweise Gruppe hatten bei einer Wanderung den Weg verloren und konnten erst spät lokalisiert werden. Die Bergrettung und die Alpinpolizei fanden die beiden Personen in steilem Gelände und auf einer Meereshöhe von etwa 1.800 Metern.
Nach Angaben der Polizei alarmierten die Wanderer gegen 21.30 Uhr die Rettungskräfte, weil die einbrechende Dunkelheit und große Erschöpfung ein Weiterkommen unmöglich gemacht hatten. Die Such- und Bergungsmaßnahmen führten dazu, dass die Betroffenen rund um Mitternacht entdeckt und erstversorgt wurden.
„Sie waren unterkühlt, jedoch unverletzt“, heißt es in der Polizeimeldung.
Die Helfer brachten die beiden Personen zurück zum Koschutahaus. Dort trafen sie laut Einsatzberichten gegen 3.30 Uhr früh ein. Anschließend konnten sie ihre Heimreise aus eigener Kraft antreten.
Ursachen und Schlussfolgerungen
Die Polizei stellte fest, dass die Wanderer zwar über passende Ausrüstung verfügten, jedoch die tatsächliche Länge der Tour sowie die zusätzliche Belastung durch die tagsüber hohen Temperaturen unterschätzt hatten. Zudem waren die beiden offenbar vom markierten Weg abgekommen und in schwierigeres, steileres Gelände geraten.
- Alarmierung: Notruf gegen 21.30 Uhr
- Fundort: rund 1.800 m, entdeckt gegen 24.00 Uhr
- Rückkehr: Koschutahaus gegen 3.30 Uhr
Was das für Einheimische bedeutet
Der Vorfall erinnert daran, dass auch vertraute Routen durch Müdigkeit, Wetterumschwünge oder Hitze gefährlich werden können. Für Wanderer im Bezirk Klagenfurt-Land bedeutet das konkret:
- Strecken realistisch einschätzen und Gehzeiten konservativ planen,
- auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr und Pausen achten, insbesondere bei hohen Temperaturen,
- Notfallnummern griffbereit halten und auf markierten Wegen bleiben.
| Zeit | Ereignis |
|---|---|
| ca. 21:30 | Notruf durch Wanderer |
| ca. 24:00 | Lokalisierung auf ~1.800 m |
| ca. 03:30 | Ankunft Koschutahaus |
Die Einsätze der Bergrettung Ferlach und der Alpinpolizei verhinderten Schlimmeres. Die Polizei betonte abschließend, dass die Wanderer zwar technisch ausgerüstet gewesen seien, aber die Tour und die zusätzliche Belastung durch Hitze unterschätzt hätten.