Digitaler Zugang zu Naturkunde: inatura öffnet Sammlungen
Die inatura – Erlebnis Naturschau Dornbirn hat einen ersten Schritt zur digitalen Öffnung ihrer naturkundlichen Bestände gesetzt. Ab sofort sind Teile der Blütenpflanzensammlung online abrufbar; Ziel ist es, künftig weitere Bestandsbereiche aus Botanik, Zoologie und Erdwissenschaften verfügbar zu machen.
Die naturkundlichen Sammlungen der inatura umfassen derzeit rund 370.000 Objekte. Davon gehört die Blütenpflanzensammlung (das Herbar) mit etwa 41.700 inventarisierten Belegen zu den zentralen Teilbeständen. Zum Start wurden rund 2.000 dieser Herbarbelege digitalisiert und sind nun weltweit und dauerhaft online einsehbar. Der Onlinezugang wurde laut Mitteilung am Montag bereits freigeschaltet (Online seit heute, 5.46 Uhr).
Was online verfügbar ist und wozu es nützt
Die digitalisierten Bestände sind über die Website der inatura und das zentrale Suchportal kulturpool.at erreichbar. Nutzerinnen und Nutzer finden dort hochauflösende Bilder mit wissenschaftlichen Namen, Fundort- und Datumsangaben sowie Angaben zu den Sammlerinnen und Sammlern. Damit eröffnen sich konkret folgende Möglichkeiten:
- Forschende und Studierende können Vergleichs- und Bestimmungsarbeiten ohne Museumstermin durchführen.
- Lehrkräfte und interessierte Laien erhalten digitalen Zugriff auf die Flora Vorarlbergs für Bildung und Exkursionen.
- Langfristig werden die Daten in regionalen und globalen Forschungsnetzwerken nutzbar.
"Ein Herbar (auch Herbarium) ist eine systematisch geordnete Sammlung konservierter, meist getrockneter und gepresster Pflanzen als physisches Archiv der Biodiversität."
Lokale Bedeutung und Perspektiven
Für den Bezirk Dornbirn bedeutet die digitale Öffnung konkret mehr Transparenz und bessere Zugänglichkeit zu lokalem Naturerbe. Natur- und Umweltschützer, Schulen und Hobby-Botaniker profitieren von den hochaufgelösten Bildern und den metadatenstarken Angaben zu Fundorten und Sammlerinnen bzw. Sammlern. Ebenso erleichtert der Onlinezugang die wissenschaftliche Arbeit: Datensätze können für floristische Inventuren, Monitoring-Projekte und Biodiversitätsstudien verwendet werden, ohne dass jedes Mal physische Herbarbelege transportiert werden müssen.
Weitere Schritte
Die inatura kündigt an, schrittweise zusätzliche Bereiche der Sammlungen zugänglich zu machen. Laut Mitteilung sollen künftig weitere Bestandsgruppen aus Botanik, Zoologie und Erdwissenschaften folgen. Ein Ausbau der digitalen Präsenz könnte die Einbindung in nationale und internationale Datenbanken weiter vorantreiben und lokale Forschungsvorhaben stärken.
| Bestand | Zahlen |
|---|---|
| Gesamte Objekte | 370.000 |
| Herbar (Blütenpflanzen) | 41.700 |
| Online verfügbar (Start) | 2.000 |
Die digitale Öffnung ist ein relevanter Schritt für die Vermittlung und Erforschung regionaler Biodiversität. Bürgerinnen und Bürger im Bezirk Dornbirn können die neuen Angebote sofort nutzen; Forschende erhalten einen einfacheren Zugang zu wichtigen Referenzmaterialien ohne logistischen Aufwand.