Die Stadtgemeinde Hollabrunn baut das Angebot der FairnessCard weiter aus: Besitzerinnen und Besitzer der Sozialkarte erhalten ab sofort im Phönixmarkt einen Rabatt von 25 Prozent auf ihren Einkauf. Die Vergünstigung gilt bis auf Widerruf und ist der erste konkrete Kooperationsvertrag zwischen der Kommune und einem lokalen Betrieb.
Wer profitiert von der FairnessCard?
Die Karte richtet sich an Menschen mit Hauptwohnsitz in Hollabrunn, die seit mindestens einem Jahr in der Gemeinde leben und deren Haushaltseinkommen unter der Armutsgefährdungsschwelle liegt. Aktuell nutzen laut Angaben der Stadt rund 80 Hollabrunnerinnen und Hollabrunner die FairnessCard. Zu den bisherigen Leistungen zählen unter anderem kostenfreie Eintritte in das Freibad, Nutzung der Kunsteisbahn, kostenlose Fahrten mit dem Anrufsammeltaxi sowie Zuschüsse zu Heizkosten, Musikschule und Kindergarten.
Stadtpolitische Hintergründe und Ziele
Die FairnessCard war 2025 als Nachfolge der seit 2011 bestehenden Hollabrunner Sozialcard eingeführt worden und gilt in der Rathauspolitik als zentrale sozialpolitische Maßnahme. Alexander Eckhardt, Vizebürgermeister von Hollabrunn (SPÖ), bezeichnet die Karte als eine der wichtigsten Errungenschaften der Gemeinde. Auf Initiative von Eckhardt und der SPÖ-Klubobfrau Sandra Damböck-Lehr wurde nun der nächste Schritt gesetzt: Mit der Zusammenarbeit des Phönixmarktes soll ein unmittelbarer finanzieller Nutzen beim täglichen Einkauf geschaffen werden.
„Die FairnessCard war für uns nie ein abgeschlossenes Projekt, sondern ein Auftrag, soziale Unterstützung laufend auszubauen.“
Mit Blick auf die erhöhten Lebenshaltungskosten betonen die Verantwortlichen, dass konkrete, unmittelbare Entlastungen notwendig seien. Die Kooperation mit dem Phönixmarkt sei dabei ein erster pragmatischer Schritt; weitere Partner sollen nach Angaben der Stadt folgen.
Konkrete Auswirkungen für Betroffene
Für die derzeit rund 80 Karteninhaberinnen und -inhaber bedeutet die Rabattvereinbarung eine direkte Ersparnis bei Einkäufen im Phönixmarkt. Welche Waren ausgeschlossen sind oder ob es Mindest- oder Höchstbeträge für die Vergünstigung gibt, geht aus der Mitteilung nicht hervor. Ebenso unklar bleibt, wie die Stadt die Aufnahme weiterer Kooperationsbetriebe fördern will oder ob es ein standardisiertes Verfahren für derartige Vereinbarungen geben wird.
- Erster Kooperationsbetrieb: Phönixmarkt (Bahnstraße 8) – Rabatt 25 Prozent
- Aktuelle Nutzerzahl der FairnessCard: rund 80 Personen
- Bisherige Leistungen: Freibad-, Kunsteisbahn-Eintritte, Anrufsammeltaxi, Zuschüsse (Heizung, Musikschule, Kindergarten)
| Aspekt | Stand / Details |
|---|---|
| Einführung FairnessCard | seit fast einem Jahr (Nachfolger der Sozialcard von 2011) |
| Erste Kooperationsvereinbarung | Phönixmarkt – 25% Rabatt |
| Aktuelle Karteninhaber | ca. 80 Personen |
Die verantwortlichen Politikerinnen und Politiker bedanken sich ausdrücklich beim Team des Phönixmarktes für die Zusammenarbeit und kündigen an, dass weitere Betriebe folgen sollen. Für Betroffene bedeutet die Ausweitung eine zusätzliche Hilfe im Alltag, insbesondere bei steigenden Preisen. Unklar sind noch die Modalitäten und die langfristige Ausweitung auf andere Geschäftstypen; hier bleibt die Stadtgemeinde im Informationsprozess gegenüber den Berechtigten gefordert.
Für Bürgerinnen und Bürger, die prüfen möchten, ob sie Anspruch auf die FairnessCard haben, empfiehlt sich eine Kontaktaufnahme mit dem Sozialreferat der Stadtgemeinde Hollabrunn, um die Voraussetzungen und mögliche Leistungen individuell abzuklären.