Der ÖKB-Stadtverband Hollabrunn hat eine neue Auszeichnung zur Würdigung des staatlich geleisteten Dienstes vorgestellt. Die Ehrenmedaille für staatliche Pflichterfüllung soll künftig Personen ehren, die ihren Präsenz- oder Zivildienst ordnungsgemäß und pflichtbewusst abgeleistet haben. Die Vorstellung der Medaille fand laut Verein am 25. Juni 2026 im Gasthaus Reisinger statt.
Ziel: Anerkennung staatsbürgerlicher Verantwortung
Der Verband begründet die neue Auszeichnung als Beitrag, um das Bewusstsein für staatliche Verantwortung und Zusammenhalt zu stärken. Voraussetzung für eine Verleihung ist ein Nachweis über den geleisteten Präsenz- oder Zivildienst sowie das Erreichen einer jeweiligen Jubiläumsstufe. Damit richtet sich die Ehrung an jene, deren Dienst bereits Jahrzehnte zurückliegt und die für ihre Leistung öffentlich gewürdigt werden sollen.
Design und Stufung der Medaille
Die Medaille ist symbolisch gestaltet: Ein umlaufender Lorbeerkranz und ein stilisierter Händedruck stehen für Verantwortung und Zusammenhalt. Unter dem Motiv ist die jeweilige Jubiläumszahl angebracht, am Rand befindet sich die Inschrift:
"Erinnerung an die Ableistung staatlicher Pflichterfüllung"
Das Dreiecksband kombiniert die österreichischen Nationalfarben Rot‑Weiß‑Rot mit Blau‑Weiß. Der ÖKB unterscheidet mehrere Ausführungen je nach Jubiläum:
- 25 Jahre: Silber
- 40 Jahre: goldener Außenrand, silberner Innenteil
- 50 Jahre: silberner Außenrand, goldener Innenteil
- 60 Jahre: Gold
| Jubiläum | Ausführung |
|---|---|
| 25 Jahre | Silber |
| 40 Jahre | Goldener Außenrand, silberner Innenteil |
| 50 Jahre | Silberner Außenrand, goldener Innenteil |
| 60 Jahre | Gold |
Erste Verleihung und lokale Bedeutung
Als erster Träger erhielt Franz Petschenig die Medaille in der höchsten Stufe für 60 Jahre. Petschenig ist seit drei Jahrzehnten Kassier des ÖKB-Stadtverbandes Hollabrunn. Die Überreichung erfolgte durch Obmann Alfred Deimbacher und Schriftführerin Christa Gatterer. Solche lokalen Ehrungen haben für die Betroffenen und deren Familien einen hohen Stellenwert, weil sie langjährige Dienste sichtbar machen und öffentlich anerkennen.
Was das für Bürgerinnen und Bürger im Bezirk bedeutet
Die Einführung der Medaille schafft eine neue Möglichkeit der Wertschätzung für ehemalige Präsenz- und Zivildiener im Bezirk Hollabrunn. Für Interessierte ist wesentlich:
- Es wird ein offizieller Nachweis über den geleisteten Dienst benötigt.
- Die Auszeichnung ist an konkrete Jubiläumsstufen gebunden.
- Voraussichtlich werden beim ÖKB Informationen zu Antragswegen und Einreichfristen bereitgestellt; bisher liegen dazu noch keine weiteren Details vor.
Konkrete organisatorische Hinweise – etwa Ansprechpartner für Anträge oder regelmäßige Verleihungstermine – wurden in der Bekanntmachung nicht genannt. Betroffene und Angehörige im Bezirk sollten sich bei Interesse direkt an den ÖKB-Stadtverband Hollabrunn wenden, um Nachweismodalitäten und mögliche Termine zu klären.
Die neue Auszeichnung ist ein Beispiel dafür, wie lokale Vereine Wertschätzung für vergangene staatliche Pflichterfüllung organisieren. Für viele ehemalige Dienstleistende ist die öffentliche Anerkennung ein bedeutsamer Beitrag zur Sichtbarkeit ihres Engagements für Staat und Gesellschaft.