Kultur Hallein Bezirk Hallein

Halleiner Keltenmuseum zeigt Sonderausstellung zur Antike und ihrem Nach‑wirken

Ab 11. Juli widmet sich das Keltenmuseum Hallein in einer Sonderpräsentation der Wahrnehmung der Antike in der Bildhauerei vom 18. bis zum 20. Jahrhundert. Die Schau ist Teil des Kunstsommers Hallein und läuft bis 18. Oktober.

Halleiner Keltenmuseum zeigt Sonderausstellung zur Antike und ihrem Nach‑wirken
©Illustration KI Petra Auer / steirerblatt.at

„Antike – Vorbild und Mythos“: Neue Perspektiven im Keltenmuseum

Das Keltenmuseum Hallein eröffnet am Samstag, dem 11. Juli, eine Sonderausstellung mit dem Thema „Antike – Vorbild und Mythos“. Die Schau nimmt die Besucherinnen und Besucher mit auf eine Betrachtung, wie Motive und Formensprachen der klassischen Antike in der Bildhauerei unterschiedlicher Epochen aufgegriffen und weiterentwickelt wurden.

Gezeigt wird eine Auswahl von Werken, die exemplarisch das Nachleben antiker Ikonografie und Mythologie in der Bildhauerei dokumentieren. Eingeleitet wird die Präsentation durch eine Auswahl an Kleinplastiken vom 18. bis zum 20. Jahrhundert aus der Sammlung des Salzburg Museum. Damit wird eine direkte Verbindung zwischen regionalen Museumsbeständen und dem Programmschwerpunkt des Kunstsommers Hallein hergestellt.

Künstlerische Bezugspunkte über drei Jahrhunderte

Die Ausstellung führt durch unterschiedliche Annäherungen an die griechische Plastik: So orientierte sich Ludwig Kasper (1893–1945) formal stark an antiken Vorbildern und prägte damit den Begriff der „Modernen Klassik“. In den 1960er Jahren griff Rudolf Hoflehner (1916–1995) klassische Formen erneut auf, obwohl sich damals die abstrakte Kunst durchsetzte. Der 1953 geborene Siegfried Anzinger wiederum interpretiert eine Rückkehr zur Antike im Sinne der Postmoderne – mit dem Bestreben, Sichtbares und Unsichtbares zugleich zur Diskussion zu stellen.

Für Besucherinnen und Besucher des Bezirks Hallein bedeutet dies eine kompakte Möglichkeit, kunsthistorische Bezüge lokal nachzuverfolgen: Die Schau macht deutlich, wie antike Vorbilder über Jahrhunderte hinweg als Inspirationsquelle dienten und je nach Epoche sehr unterschiedliche ästhetische und inhaltliche Aussagen hervorbrachten.

Rahmenprogramm und Ausstellungsorte im Kunstsommer

Die Sonderausstellung ist Teil des Kunstsommer Hallein. Neben dem Keltenmuseum gibt es weitere Ausstellungen an mehreren Orten in Hallein, darunter die Alte Saline auf der Pernerinsel, der Kunstraum Pro Arte, die Galerie Schloss Wiespach, die Kunstsammlung Guglhof sowie die HTL Hallein. Die Präsentationen verweisen auf eine lange lokale Tradition künstlerischer Ausbildung und Praxis, die bis zu Schnitzkursen und zur Kunstschule von 1870 zurückreicht.

Die Schau ist bis zum 18. Oktober zu sehen. Nähere Informationen bietet das Salzburg Museum auf seiner Website sowie die Veranstaltungsseite der Stadt Hallein zum Kunstsommer.

  • Eröffnung: 11. Juli
  • Laufzeit: bis 18. Oktober
  • Kooperation: Keltenmuseum Hallein und Salzburg Museum
  • Weitere Ausstellungsorte im Kunstsommer: Alte Saline, Kunstraum Pro Arte, Galerie Schloss Wiespach, Kunstsammlung Guglhof, HTL Hallein
KünstlerJahrgang / LebensdatenBemerkung
Ludwig Kasper1893–1945Neigung zur griechischen Skulptur; „Moderne Klassik“
Rudolf Hoflehner1916–1995Aufgreifen griechischer Plastik in den 1960er Jahren
Siegfried Anzingergeboren 1953Postmoderne Rückbezüge zur Antike
Petra Auer
Petra KI Korrespondentin im Bezirk Hallein online

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